Wasserhärte in Westerholt

PLZ 26556 · Wittmund, Niedersachsen

6,8 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserversorgungsverband Harlingerland

Website

Praktische Tipps bei 6,8 °dH

Spülmaschine

Bei 6,8 °dH in Westerholt reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Niedersachsen

Westerholt liegt mit 6,8 °dH 6,2 °dH unter dem Durchschnitt (13 °dH).

Westerholt
6,8
Niedersachsen
13

Vergleich mit Deutschland

Westerholt liegt mit 6,8 °dH 7,9 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Westerholt
6,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Nenndorf 6,8 °dH weich
Schweindorf 6,8 °dH weich
Utarp 6,8 °dH weich
Neuschoo 6,6 °dH weich
Eversmeer 6,6 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Westerholt

Westerholt wird vom Wasserversorgungsverband Harlingerland versorgt, der das Trinkwasser aus den eigenen Grundwasserwerken im Harlingerland bezieht, vor allem aus den Brunnenfeldern bei Esens und Wittmund. Dort wird aus sandigen, kalkarmen Quartärschichten gepumpt, die das Wasser nur wenig mit Mineralstoffen anreichern. Genau deshalb liegt die Härte in Westerholt bei 6,8 °dH und damit im weichen Bereich. Die Untergründe im nördlichen Landkreis Wittmund bestehen überwiegend aus Geest- und Marschsedimenten mit viel Sand, wenig Kalk und kaum härtebildenden Gesteinen. Anders als in Gegenden mit Kalkstein oder Muschelkalk fehlen hier die natürlichen Lieferanten für Calcium und Magnesium. Auch die Nähe zur Nordsee und zu den jungen, eiszeitlich geprägten Landschaften ändert daran wenig. Das Wasser bleibt weich, weil es auf seinem Weg durch die locker gelagerten Sande nur wenig gelöste Mineralien aufnimmt. Der Ort steht damit deutlich anders da als viele Regionen in Niedersachsen. Im Harzvorland, im Weserbergland oder in Teilen Südniedersachsens steigen die Härtewerte oft spürbar an, weil dort kalkreichere Schichten das Wasser stärker prägen. Westerholt liegt dagegen in einer offenen Küstenlandschaft, die hydrologisch vom flachen Relief zwischen Esens, Wittmund und der Nordseeküste bestimmt wird. Flüsse wie Harle, Medem oder kleinere Entwässerungsgräben formen die Landschaft, liefern aber kein hartes Wasser. Maßgeblich bleibt das Grundwasser aus den örtlichen Fördergebieten des Verbandes. Der Versorger bereitet es in den Wasserwerken auf und speist es von dort in das Netz für Westerholt und die umliegenden Harlingerland-Orte ein. Wer hier aus dem Hahn trinkt, bekommt also kein Talsperrenwasser und kein Fernwasser aus dem Mittelgebirge, sondern ein regional gefördertes Küsten-Grundwasser mit kurzer Herkunft und niedrigem Mineralgehalt. Auch im direkten Vergleich mit den Nachbarorten zeigt sich diese Linie. Esens, Neuharlingersiel, Wittmund und die kleineren Siedlungen im Harlingerland liegen ebenfalls in derselben sandigen Niederung und teilen sich dieselbe Wasserversorgungsstruktur. Der Unterschied zu vielen Orten im restlichen Niedersachsen ist deutlich: Dort mischen sich oft größere Flusssysteme, kalkhaltige Schichten oder Fernwasserverbünde in die Versorgung. Westerholt bleibt bei einem lokalen, weichen Wasser aus flachen Brunnenfeldern. Genau diese Nähe zu den Fördergebieten und die geologische Ruhe der Küstengeest prägen den Charakter des Trinkwassers vor Ort.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserversorgungsverband Harlingerland

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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