Wasserhärte in Wettringen

PLZ 48493 · Steinfurt, Nordrhein-Westfalen

17,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Energie- und Wasserversorgung Rheine GmbH

Website

Praktische Tipps bei 17,4 °dH

Spülmaschine

Bei 17,4 °dH in Wettringen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Wettringen liegt mit 17,4 °dH 3 °dH über dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Wettringen
17,4
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Wettringen liegt mit 17,4 °dH 2,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wettringen
17,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Neuenkirchen 17,4 °dH hart
Ohne 20,1 °dH hart
Ochtrup 20,1 °dH hart
Metelen 20 °dH hart
Rheine 19,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wettringen

Der Kreis Steinfurt liegt am westlichen Rand des Münsterlandes, einer Landschaft aus eiszeitlich geprägten Sanden, Kiesen und lehmigen Deckschichten. Unter Wettringen stehen keine harten Kalk- oder Gesteinsschichten an der Oberfläche, doch das Grundwasser zieht durch eiszeitliche Ablagerungen und nimmt auf seinem Weg gelöste Mineralien auf. Genau daraus entsteht die spürbare Härte von 17,4 °dH. Das Wasser wird im Untergrund des nördlichen Münsterlandes von kalkhaltigen und karbonatreichen Schichten beeinflusst, wie sie in der Region zwischen Ems, Steinfurter Aa und den sandigen Niederungen verbreitet sind. Im Vergleich zu vielen Orten im Sauerland oder im bergischen Land ist das Wasser hier deutlich mineralreicher, zugleich aber nicht so extrem hart wie in manchen südlichen Teilen Nordrhein-Westfalens. Wettringen liegt damit in einem typischen Übergangsraum des Kreisgebiets: stärker geprägt von Grundwasser aus Lockersedimenten als von Oberflächenwasser aus Talsperren. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus dem regionalen Grundwasserverbund des Wasserversorgers Energie- und Wasserversorgung Rheine GmbH. Gewonnen wird es über tiefe Brunnen im Einzugsbereich der regionalen Wassergewinnung, gereinigt und über das Netz bis nach Wettringen verteilt. Die Versorgung hängt damit an den Grundwasserleitern des nördlichen Münsterlandes, die durch ihre lange Fließzeit im Boden die Mineralstoffe aufnehmen, welche den Härtewert bestimmen. Wettringen steht damit auf derselben hydrogeologischen Linie wie andere Orte im Kreis Steinfurt, bleibt aber bei der Wasserhärte im oberen Bereich der Region. Gegenüber Nachbarorten mit stärkerem Einfluss von weichen Sandgrundwasserzonen kann das Wasser merklich härter ausfallen, während es im Vergleich zu NRW-Städten, die Ruhr-, Sieg- oder Talsperrenwasser beziehen, klar mineralischer wirkt. Gerade diese Lage macht Wettringen ortstypisch. Der Ort liegt nicht an einem großen Fluss mit direkter Oberflächenwasseraufbereitung, sondern im flachen, grundwasserreichen Münsterland, wo die Geologie den Charakter des Trinkwassers fast direkter prägt als die Landschaft über Tage. Steinfurt, Ochtrup, Neuenkirchen und Rheine teilen viele dieser Bedingungen, doch die Verteilung der Sand- und Lehmpakete, die Tiefe der Brunnen und die Mischung im Netz sorgen von Ort zu Ort für Unterschiede. Wettringen liegt mit 17,4 °dH klar im harten Bereich und damit über dem, was in weiten Teilen des westfälischen Tieflands üblich ist, aber unter den Spitzenwerten mancher kalkreicher Gebiete. Das Trinkwasser erzählt hier unmittelbar von der Geologie des Münsterlandes: alt, sedimentreich und stark vom Untergrund geprägt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Energie- und Wasserversorgung Rheine GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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