Wasserhärte in Winnen

PLZ 56459 · Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz

7,6 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Abwassergruppe Holzbach

Website

Praktische Tipps bei 7,6 °dH

Spülmaschine

Bei 7,6 °dH in Winnen reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Winnen liegt mit 7,6 °dH 5,7 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Winnen
7,6
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Winnen liegt mit 7,6 °dH 7,1 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Winnen
7,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Gemünden 7,6 °dH weich
Stahlhofen am Wiesensee 7,5 °dH weich
Westerburg 7,5 °dH weich
Seck 5,6 °dH weich
Pottum 5,6 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Winnen

Zwischen den sanften Höhen des Westerwaldes, den eingeschnittenen Tälern kleiner Bäche und den feuchten Wiesen im Umfeld von Winnen sammelt sich das Niederschlagswasser langsam in den Boden. Genau dort liegt der Grund für die weiche Härte von 7,6 °dH: Die Region ist von Basalt, Schiefer und anderen silikatischen Gesteinen geprägt, die nur wenig Calcium und Magnesium an das Wasser abgeben. Kalkreiche Schichten, wie sie in anderen Teilen von Rheinland-Pfalz häufiger vorkommen, treten hier kaum dominant auf. Das Wasser bleibt deshalb vergleichsweise weich, auch weil es nicht lange in tiefen, stark mineralisierten Grundwasserleitern steht, sondern in den oberflächennahen Einzugsgebieten des Westerwaldes gespeist wird. Kleine Fließgewässer und die Talräume rund um den Ort wirken dabei wie Sammelbahnen für Niederschläge, die nach der Versickerung in Quellen und Brunnen wieder auftauchen. Versorgt wird Winnen im Trinkwassernetz des Zweckverbands Wasserversorgung Holzbachgruppe, dessen Leitungsnetz mehrere Orte im oberen Westerwald zusammenfasst. Das Trinkwasser stammt aus eigenen Gewinnungsanlagen der Holzbachgruppe, vor allem aus Brunnen und Quellen im regionalen Einzugsgebiet, nicht aus einer fernen Talsperre. Die Aufbereitung bleibt entsprechend gering, weil das Rohwasser bereits eine niedrige Mineralisation mitbringt. Der Verband liefert das Wasser über das Verbundnetz direkt in die Haushalte von Winnen und den benachbarten Orten der Verbandsgemeinde. Die Versorgung ist damit klar an die lokale Geologie gebunden: kurze Wege vom Niederschlag über den Untergrund bis zum Hahn. Gegenüber Nachbarorten im Westerwaldkreis fällt Winnen mit seinem weicheren Wasser eher auf, denn vielerorts liegen die Härtewerte etwas höher, sobald Kalkanteile im Untergrund zunehmen oder Mischwasser aus unterschiedlichen Gewinnungsgebieten eingespeist wird. Auch im Vergleich zu Regionen des südlichen und östlichen Rheinland-Pfalz mit Muschelkalk, Löss oder stärker mineralisierten Grundwasserleitern wirkt Winnen deutlich zurückhaltender im Mineralgehalt. Der Ort steht damit typisch für den nördlichen Westerwald: kühles Klima, viel Niederschlag, basaltgeprägter Untergrund und Wasser, das auf seinem Weg kaum Härtebildner aufnimmt. Genau dieses Zusammenspiel macht den Standort am Rand der Hügel und Täler wasserwirtschaftlich so eigenständig.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Abwassergruppe Holzbach

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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