Wasserhärte in Wollershausen

PLZ 37434 · Göttingen, Niedersachsen

18,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Leine-Süd

Website

Praktische Tipps bei 18,2 °dH

Spülmaschine

Bei 18,2 °dH in Wollershausen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Niedersachsen

Wollershausen liegt mit 18,2 °dH 5,2 °dH über dem Durchschnitt (13 °dH).

Wollershausen
18,2
Niedersachsen
13

Vergleich mit Deutschland

Wollershausen liegt mit 18,2 °dH 3,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wollershausen
18,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Rüdershausen 14,8 °dH hart
Gieboldehausen, Flecken 18,5 °dH hart
Rhumspringe 18,2 °dH hart
Rollshausen 16,4 °dH hart
Obernfeld 16,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wollershausen

Unter Wollershausen liegt kein junges Lockermaterial, das Regenwasser schnell durchlässt, sondern der geologische Bau des südlichen Göttinger Landes mit Muschelkalk, Mergel und tonigen Zwischenlagen. Diese Schichten stammen aus der Zeit, als hier ein flaches Meer Sedimente ablagerte; später wurden sie gehoben, zerschnitten und von der Rhume und ihren Zuflüssen freigelegt. Genau daraus entsteht das harte Wasser: Kalk aus dem Muschelkalk und gelöste Mineralien aus den klüftigen Gesteinen reichern das Grundwasser an, bevor es in die Brunnen gelangt. Der Wert von 18,2 °dH passt deshalb zu einer Landschaft, die mehr Kalk als Sand liefert und weit entfernt von den weichen Nordwestgebieten Niedersachsens liegt. Trinkwasser für Wollershausen kommt aus dem Netz des Wasserverbandes Leine-Süd. Die Versorgung speist sich aus regionalen Tiefbrunnen und Quellfassungen im Einzugsgebiet des Südharzes und des Leinetals, nicht aus einer fernen Talsperre. Das Wasser wird im Verbandsnetz aufbereitet und nach Wollershausen weitergeleitet, wo es die Siedlung von den gleichen Grundwasserleitern her erreicht, die auch die Orte im Eichsfeldrand und im Raum Gieboldehausen prägen. Der Ort liegt damit auf einer Linie mit den kalkreichen Gemeinden des Landkreises Göttingen: deutlich härter als in den Sand- und Moorlandschaften der Heide, aber noch klar innerhalb des typischen süd-niedersächsischen Kalkgürtels. Der Unterschied zu vielen Nachbarorten ist spürbar. Nördlich und westlich von Göttingen sinkt die Härte oft, sobald mehr Sand und weniger Kalk im Untergrund liegen. Südlich und östlich, Richtung Harzvorland und Eichsfelder Becken, bleiben die Werte hoch, weil der Untergrund dort ebenfalls von Muschelkalk, Dolomit und mergeligen Schichten geprägt ist. Wollershausen steht genau in diesem Übergang: nicht harzhoch, nicht hannoversch flach, sondern in einem kleinen Kalkland, das sein Trinkwasser aus dem eigenen geologischen Unterbau bezieht. Darum ist 18,2 °dH hier kein Zufall, sondern das Ergebnis von Meeressedimenten, Hebung und Grundwasser, das auf seinem Weg durch den Untergrund Kalk mitnimmt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Leine-Süd

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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