Wasserhärte in Altmittweida

PLZ 09648 · Mittelsachsen, Sachsen

20 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

RZV Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau

Website

Praktische Tipps bei 20 °dH

Spülmaschine

Bei 20 °dH in Altmittweida: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Altmittweida liegt mit 20 °dH 5,2 °dH über dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Altmittweida
20
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Altmittweida liegt mit 20 °dH 5,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Altmittweida
20
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Mittweida, Stadt, Hochschulstadt 21,7 °dH hart
Erlau 19,7 °dH hart
Claußnitz 19,7 °dH hart
Lichtenau 19,7 °dH hart
Rossau 19,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Altmittweida

22,7 °dH — was steckt dahinter? Altmittweida liegt auf dem kristallinen Grundgebirge des Erzgebirgsvorlands, wo im Untergrund vor allem Gneise, Granite und andere silikatische Gesteine das Wasser auf seinem Weg prägen. Hart wird es, sobald Niederschlagswasser durch klüftige Schichten und lockere Decksedimente sickert und dabei Kalk, Magnesium und weitere Mineralien aufnimmt. Im Mittelsächsischen Hügelland kommen dazu Lösslehm und eiszeitlich umgelagerte Sedimente, die viel Bodenwasser speichern und den Kontakt mit dem Gestein verlängern. Die Zschopau und ihre Seitentäler haben die Landschaft tief eingeschnitten, doch sie liefern hier kein weiches Gebirgswasser wie in höheren Lagen, sondern markieren eher die Abflussbahnen eines wasserreichen, mineralisierten Untergrunds. Darum liegt Altmittweida deutlich über dem weichen Bereich, den man in manchen Quellgebieten des Erzgebirges noch findet, und auch etwas über vielen Orten an den randlichen Talsperrensystemen Sachsens. Das Trinkwasser kommt über die regionale Leitungsversorgung des RZV Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau, der im Mittelsachsenraum auch Altmittweida mit Netz- und Mischwasser versorgt. Die Einspeisung erfolgt aus dem überregionalen Verbund, gespeist aus aufbereitetem Rohwasser aus Talsperren- und Grundwasservorkommen der Region, nicht aus einem einzelnen Ortbrunnen vor der Haustür. Diese Verbundstruktur ist typisch für den Landkreis Mittelsachsen: Wasser wird zentral gewonnen, behandelt und über Fernleitungen verteilt, damit auch kleinere Orte wie Altmittweida zuverlässig versorgt sind. Gerade weil hier kein reines Quellwasser aus einem steilen Granitkessel ankommt, bleibt der Härtewert stabil im harten Bereich. Die Mischung aus regionalen Rohwassern und dem mineralreichen Untergrund des Versorgungsraums prägt den Charakter am Zapfhahn. Gegenüber den Nachbarorten zeigt sich Altmittweida damit auf der härteren Seite. In höher gelegenen Erzgebirgslagen oder in Orten mit stärkerem Talsperrenanteil fällt die Härte oft niedriger aus, während im Mittelsächsischen Löss- und Hügelland ähnliche Werte häufiger vorkommen. Richtung Mittweida, Frankenberg und weiter in das Chemnitzer Umland bleibt das Wasser meist ebenfalls deutlich mineralischer als im sächsischen Elbsandsteingebiet oder in reinen Quellorten des Gebirges. Altmittweida steht damit zwischen zwei Welten: kein weiches Bergwasser, aber auch kein extrem kalkreiches Tieflandwasser. Der Ort bekommt ein festes, mineralisches Profil, das sehr gut zum geologisch geprägten Kern des Landkreises Mittelsachsen passt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: RZV Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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