Wasserhärte in Ammerbuch

PLZ 72119 · Tübingen, Baden-Württemberg

15,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Ammertal-Schönbuchgruppe

Website

Praktische Tipps bei 15,1 °dH

Spülmaschine

Bei 15,1 °dH in Ammerbuch: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Ammerbuch liegt mit 15,1 °dH 0,8 °dH unter dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Ammerbuch
15,1
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Ammerbuch liegt mit 15,1 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ammerbuch
15,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Tübingen 14 °dH mittel
Hildrizhausen 18 °dH hart
Rottenburg am Neckar 14,5 °dH mittel
Herrenberg 9 °dH mittel
Nufringen 15,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Ammerbuch

Ammerbuch liegt mit 15,1 °dH deutlich über dem baden-württembergischen Durchschnitt und auch über vielen Orten am Rand des Schönbuchs. Der Wert passt zu einer Landschaft, in der Kalk das Wasser prägt: Muschelkalk und kalkreiche Schichten aus dem Umlauf des Neckarraums lösen sich auf dem Weg ins Grundwasser an und treiben die Härte nach oben. Zwischen den Ortsteilen Richtung Schönbuchhang und Ammertal versickern Niederschläge rasch in den Böden, reichern sich im Untergrund mit Calcium und Magnesium an und treten erst nach längerer Fließzeit wieder zutage. Die Ammer selbst und kleinere Seitengewässer formen zwar das Tal, liefern aber kein weiches Oberflächenwasser wie manche Schwarzwald- oder Alborte; sie begleiten vor allem den Weg des Grundwassers durch die Senken und Talauen. Das Trinkwasser kommt aus dem regionalen Netz des Zweckverbands Ammertal-Schönbuchgruppe, der Ammerbuch mit Wasser aus eigenen Brunnen und Quellen im Ammertal und im Schönbuchraum versorgt. Ergänzend speisen Tiefbrunnen die Versorgung aus wasserführenden Schichten, die im Untergrund zwischen Tübingen, Herrenberg und den Wäldern des Schönbuchs liegen. Diese Mischung aus Grundwassergewinnung und regionaler Verbundversorgung hält Ammerbuch eng an der heimischen Geologie. Anders als Orte mit stärkerem Einfluss von Buntsandstein oder den weichen Quellgebieten des Nordschwarzwalds bleibt das Wasser hier mineralisch kräftig. Auch im Vergleich zu Nachbarorten im Ammertal, etwa Poltringen, Entringen oder den Gemeinden Richtung Tübingen und Herrenberg, fällt die Härte ähnlich, oft aber etwas weniger ausgeprägt aus, sobald stärker verdünntes Verbundwasser im Netzanteil steigt. Der Blick über den Landkreis Tübingen zeigt den Unterschied noch deutlicher. Viele Orte im Einzugsbereich des Neckars und seiner Kalkhänge bewegen sich ebenfalls im harten Bereich, doch Ammerbuch steht mit seinem Wert ziemlich klar auf der kalkreichen Seite des Spektrums. Ursache sind die geologischen Schichten unter dem Übergang von Schönbuch und Gäu: wasserlösliche Kalk- und Mergelgesteine, dazu die gute Durchlässigkeit der Talfüllungen. Sie lassen Niederschlag schnell ins Grundwasser gelangen und wenig von dem weichen Regenwasser an der Oberfläche stehen. Ammerbuch teilt damit die Härte des Ammertals, bleibt aber als Versorgungsgemeinde eng mit den eigenen Brunnen und Quellen verbunden, statt auf weite Fernwasserwege angewiesen zu sein.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Ammertal-Schönbuchgruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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