Wasserhärte in Bärenthal

PLZ 78580 · Tuttlingen, Baden-Württemberg

15,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe

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Praktische Tipps bei 15,7 °dH

Spülmaschine

Bei 15,7 °dH in Bärenthal: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Bärenthal liegt mit 15,7 °dH genau im Durchschnitt (15,9 °dH).

Bärenthal
15,7
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Bärenthal liegt mit 15,7 °dH 1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bärenthal
15,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Kolbingen 16,1 °dH hart
Renquishausen 16,3 °dH hart
Irndorf 15,8 °dH hart
Beuron 15,9 °dH hart
Mühlheim an der Donau 15,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Bärenthal

Unter Bärenthal baut sich die Landschaft aus Kalk auf, nicht aus weichem Sand oder jungen Schottern. Der Ort liegt am Rand der Schwäbischen Alb, dort, wo Jurakalk und Dolomit den Untergrund bestimmen. Solches Gestein stammt aus einem warmen Flachmeer der Erdgeschichte; später wurde es gehoben, zerklüftet und von Regenwasser ausgewaschen. Durch die Klüfte sickert Wasser tief ein, nimmt dabei Kalk auf und kommt deshalb im Trinkwasser mit einem hohen Mineralgehalt zurück. Das Tal der Bära sammelt diese Zuflüsse aus dem verkarsteten Albkörper, und genau diese Kalklandschaft prägt den Härtewert von 15,7 °dH. Mergelhaltige Schichten spielen höchstens am Rand eine Rolle, doch der Ton gibt hier nicht den Ton an. Entscheidend ist der Kalk der Alb, der das Wasser auf seinem Weg durch Spalten und Felsrisse anreichert. Das Trinkwasser für Bärenthal stammt aus dem Verbund der Stadtwerke Tuttlingen, die im Landkreis die Versorgung koordinieren und das Wasser aus regionalen Gewinnungsanlagen einspeisen. Prägend sind Quellfassungen aus dem Albvorland und dem Talraum, dazu aufbereitete Mischungen aus Brunnenwasser, die über das Leitungsnetz bis in die Gemeinde gelangen. Die Nähe zu den Quellgebieten der Schwäbischen Alb macht lange Transportwege unnötig. Bärenthal bezieht damit kein Fernwasser aus großen Talsperren, sondern Wasser aus der eigenen Kalklandschaft und ihrem Umland. Das ist ein klarer Unterschied zu Orten auf tieferen, sandigeren Böden, wo das Wasser oft weicher bleibt und weniger Kalk mitbringt. Der Vergleich mit den Nachbarn fällt deutlich aus. Richtung Nendingen, Fridingen oder Beuron bleibt die Alb ebenfalls spürbar, doch jede Gemeinde sitzt auf einem anderen Ausschnitt des Karstsystems, mit eigenen Quellen und Mischverhältnissen. Im weiteren Baden-Württemberg liegen viele Städte mit deutlich weicherem Wasser, etwa dort, wo Buntsandstein, Keuper oder junge Schotter das Grundwasser prägen. Bärenthal steht dagegen auf hartem Kalkboden und bekommt das direkt zu spüren. Die Bära, die felsigen Hänge und die verkarsteten Hohlräume der Alb liefern kein zartes Quellwasser, sondern ein deutlich kalkhaltiges. Genau darin liegt der lokale Charakter dieses Ortes im Landkreis Tuttlingen: Wasser, das den Untergrund nicht nur durchläuft, sondern seine geologische Handschrift mitbringt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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