Wasserhärte in Borgwedel

PLZ 24857 · Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein

15,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband Wasserbeschaffung Schleswiger Umland

Website

Praktische Tipps bei 15,2 °dH

Spülmaschine

Bei 15,2 °dH in Borgwedel: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Borgwedel liegt mit 15,2 °dH 1,3 °dH über dem Durchschnitt (13,9 °dH).

Borgwedel
15,2
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Borgwedel liegt mit 15,2 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Borgwedel
15,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Güby 15,2 °dH hart
Fleckeby 15 °dH hart
Fahrdorf 15 °dH hart
Brodersby-Goltoft 13,5 °dH mittel
Geltorf 15,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Borgwedel

Zwischen Schlei, Windebyer Noor und den sanften Höhen des Schleswig-Holsteinischen Geestrückens wirkt Borgwedel wie ein Ort am Rand zweier Wasserwelten. Die Hänge und Senken der eiszeitlich geprägten Landschaft lenken Regenwasser nicht schnell ab, sondern bremsen es auf seinem Weg in den Untergrund. Dort trifft es auf sandige und kiesige Schichten, aber auch auf kalkhaltige Ablagerungen aus der Eiszeit. Genau diese Mischung aus durchlässigen Deckschichten und kalkreichem Untergrund sorgt im Kreis Schleswig-Flensburg für einen spürbar höheren Mineralgehalt und damit für den Wert von 15,2 °dH. Anders als in den moorig-feuchten Niederungen weiter westlich, wo Wasser oft weicher ausfällt, nimmt das Grundwasser hier auf seinem Weg mehr Calcium und Magnesium mit. Auch die Nähe zu den Talräumen der Schlei und zu kleineren Niederungen rund um Haddeby und Kosel prägt den Untergrund, weil sich dort über lange Zeit Ablagerungen aus Geschiebe, Sand und Mergel geschichtet haben. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus örtlich erschlossenen Grundwasserbrunnen im Versorgungsnetz der Schleswiger Umlandversorgung. Zuständig ist der Zweckverband Wasserbeschaffung Schleswiger Umland, der die Region über Brunnenstandorte im Umfeld von Schleswig und dem ostschleswigschen Grundwasserleiter speist. Das Wasser wird gefasst, aufbereitet und über das Leitungsnetz nach Borgwedel verteilt. Der Weg ist kurz, aber geologisch anspruchsvoll: Das Grundwasser sammelt sich in den sandigen und kiesigen Schichten unter der Moränenlandschaft, wird dort mit Mineralien angereichert und erreicht deshalb keine weichen Werte wie in reinen Sandgebieten an der Westküste oder in Teilen der Geest. Der Unterschied zu Nachbarorten ist deutlich. Entlang der Schlei und im Umland von Schleswig liegen Orte oft in ähnlichen Härtebereichen, doch Borgwedel sitzt näher an den kalkführenden Ablagerungen des östlichen Hügellandes als viele Orte im nördlichen Binnenland. Gegenüber den weicheren Wassern in küstennahen oder moorigen Gemeinden ist das Leitungswasser hier robuster mineralisiert. Im Vergleich zum Rest von Schleswig-Holstein steht Borgwedel damit auf der härteren Seite des Spektrums, weil die Nordseeküste, große Niedermoore und manche tieferen Sandgebiete deutlich weniger Kalk ins Wasser geben. Borgwedel zeigt damit ein typisches Bild des schleswigschen Ostens: Wasser aus Grundwasser, geformt von Eiszeit, Hügelzug und Schlei, klar geprägt von kalkreichen Böden und dem Untergrund der alten Moränenlandschaft.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserbeschaffung Schleswiger Umland

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber