Wasserhärte in Breitscheid

PLZ 53547 · Neuwied, Rheinland-Pfalz

14,4 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Rhein-Wied

Website

Praktische Tipps bei 14,4 °dH

Spülmaschine

Bei 14,4 °dH in Breitscheid: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Breitscheid liegt mit 14,4 °dH 1,1 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Breitscheid
14,4
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Breitscheid liegt mit 14,4 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Breitscheid
14,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Roßbach 12,8 °dH mittel
Eulenberg 10,7 °dH mittel
Waldbreitbach 13,9 °dH mittel
Hümmerich 14,1 °dH mittel
Krunkel 14,2 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Breitscheid

Unter Breitscheid liegt das Rheinische Schiefergebirge. Der Untergrund besteht vor allem aus alten Schiefer-, Grauwacke- und Sandsteinschichten, die im Devon am Meeresboden abgelagert und später aufgefaltet wurden. Später schnitten Bäche und kleine Täler die Höhen an, Verwitterung löste aus den Gesteinen nur wenig Kalk, aber genug Mineralien, um dem Wasser eine spürbare Härte zu geben. Die 14,4 °dH passen zu diesem Umfeld: kein reines Quellwasser aus reinem Buntsandstein, aber auch nicht die sehr harten Werte aus kalkreichen Gebieten der Eifel oder des Mittelrheins. Der Untergrund im Landkreis Neuwied liefert damit ein Mischbild aus widerständigem Schiefer, sandigen Verwitterungsdecken und schmalen Löss- und Mergelauflagen in geschützten Lagen. Diese Schichten geben dem Niederschlagswasser auf dem Weg zum Grundwasser Calcium und Magnesium mit, ohne es extrem anzureichern. Breitscheid selbst bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Rhein-Wied. Das Wasser stammt aus gefassten Quellen und Brunnen im Versorgungsgebiet des Verbands, der die Hochlagen und Ortsnetze im östlichen Kreis Neuwied speist. Maßgeblich sind die Gewinnungsanlagen im Wiedtal und in den angrenzenden Einzugsgebieten, von denen das Wasser über Aufbereitung und Pumpwerke in die Ortsteile gelangt. Der Versorger hält die Qualität zentral zusammen, statt dass jeder Ort eigene kleine Einzelanlagen betreibt. Genau dadurch bleibt die Versorgung stabil, auch wenn die örtlichen Niederschläge schwanken und die Schieferhänge nur begrenzt Speicherraum bieten. Breitscheid liegt mit 14,4 °dH im mittleren Bereich und damit zwischen den weicheren Werten vieler Höhenorte im Westerwald und den deutlich härteren Wässern aus kalkreicheren Regionen des Landes. Gegenüber Orten im engen Wiedtal, die stärker von tief eingeschnittenen Bächen und einzelnen Quellfassungen geprägt sind, wirkt das Wasser hier etwas mineralreicher. Gegenüber Teilen von Rheinland-Pfalz mit Muschelkalk, Kalkstein oder starkem Lössanteil bleibt es spürbar weniger hart. Der Ort profitiert von seinem schieferdominierten Untergrund und von der regionalen Verbundversorgung, die Wasser aus den umliegenden Gewinnungsgebieten zusammenführt. Breitscheid bekommt damit ein Wasser, das klar von der Geologie des nördlichen Westerwaldrands erzählt und sich deutlich von den kalkbetonten Gegenden des Landes absetzt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Rhein-Wied

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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