Wasserhärte in Breitscheidt

PLZ 57539 · Altenkirchen (Westerwald), Rheinland-Pfalz

10,7 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserversorgungszweckverband im Kreis Altenkirchen

Website

Praktische Tipps bei 10,7 °dH

Spülmaschine

Bei 10,7 °dH in Breitscheidt: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Breitscheidt liegt mit 10,7 °dH 2,6 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Breitscheidt
10,7
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Breitscheidt liegt mit 10,7 °dH 4 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Breitscheidt
10,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hamm (Sieg), Raiffeisengemeinde 10,7 °dH mittel
Pracht 10,7 °dH mittel
Hilgenroth 10,7 °dH mittel
Seelbach bei Hamm (Sieg) 8,8 °dH mittel
Roth 10,7 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Breitscheidt

Unter Breitscheidt liegt das alte Grundgebirge des Westerwaldes. Grauwacke, Tonschiefer und Sandstein prägen den Untergrund, dazu in den Mulden lehmige Verwitterungsdecken aus dem Hunsrückschiefer-Bereich. Diese Gesteine stammen aus dem Devon und wurden später von Verwitterung, Bächen und eiszeitlichen Ablagerungen überformt. Regenwasser versickert hier nicht sofort, sondern nimmt auf seinem Weg durch Klüfte und Lockersedimente Mineralstoffe auf. Genau daraus erklärt sich der mittlere Härtewert von 10,7 °dH: Das Wasser löst im Untergrund mehr Calcium und Magnesium als in reinen Sandgebieten, aber deutlich weniger als dort, wo mächtige Kalkschichten den Ton angeben. Im Westerwald wird es zusätzlich durch die Täler von Wied und Sieg geprägt, die das Wasser rasch ableiten und nur kurze Kontaktzeiten mit dem Gestein lassen. Darum liegt Breitscheidt nicht im weichen Bereich der Mittelgebirge, aber auch nicht in den harten Kalkzonen des nördlichen Rheinland-Pfalz. Das Trinkwasser kommt im Raum Breitscheidt aus der regionalen Verbundversorgung des Wasserversorgungszweckverbands Kreis Altenkirchen. Die Einspeisung erfolgt über gefasste Quellen und Tiefbrunnen aus dem Westerwälder Einzugsgebiet, die über Aufbereitung und Hochbehälter in die Ortsnetze gegeben werden. Maßgeblich ist dabei das Wasser aus den Gewinnungsanlagen des Verbandes, das im Kreis verteilt und mit den Nachbarorten im Wied- und Sieggebiet verknüpft wird. Breitscheidt liegt damit nicht an einer einzelnen großen Talsperre, sondern an einem Netz aus lokalen Quell- und Brunnenstandorten, das die Höhenlagen des Landkreises versorgt. Der Härtewert bleibt deshalb stabil im mittleren Bereich und spiegelt die geologische Herkunft des Förderwassers wider. Im direkten Vergleich fällt Breitscheidt zwischen den Orten des Landkreises Altenkirchen nicht aus dem Rahmen, setzt aber einen eigenen Ton. Orte auf kalkreicheren Böden im nordwestlichen Rheinland-Pfalz erreichen oft höhere Härten, während andere Westerwalddörfer mit stärker sandigen oder quarzitischen Untergründen weicheres Wasser haben. Breitscheidt liegt dazwischen, weil der Untergrund zwar uralt und mineralisch, aber nicht kalkdominiert ist. Gegenüber den Flusstälern der Sieg und der Wied bringt das Höhenland mehr Gesteinskontakt, gegenüber den Kalklandschaften der Eifel weniger. Genau dieser Mittelweg aus Grauwacke, Schiefer und lehmigen Deckschichten macht das Wasser hier so ortstypisch und unterscheidet es klar von vielen Nachbargemeinden im Westerwald.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserversorgungszweckverband im Kreis Altenkirchen

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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