Wasserhärte in Dedelstorf

PLZ 29386 · Gifhorn, Niedersachsen

18,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Gifhorn

Website

Praktische Tipps bei 18,3 °dH

Spülmaschine

Bei 18,3 °dH in Dedelstorf: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Niedersachsen

Dedelstorf liegt mit 18,3 °dH 5,3 °dH über dem Durchschnitt (13 °dH).

Dedelstorf
18,3
Niedersachsen
13

Vergleich mit Deutschland

Dedelstorf liegt mit 18,3 °dH 3,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Dedelstorf
18,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hankensbüttel 21,7 °dH hart
Groß Oesingen 18,3 °dH hart
Steinhorst 19,6 °dH hart
Sprakensehl 18,3 °dH hart
Obernholz 21,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Dedelstorf

Der Landkreis Gifhorn liegt am Übergang vom trockenen Geestrücken der Südheide zu den Niederungen von Aller, Ise und Ohre. Diese Landschaft trägt die Spuren der Eiszeiten: Sand, Kies und Geschiebelehm liegen dicht nebeneinander, dazu kommen glaziale Schmelzwassersedimente, die das Grundwasser tief prägen. In Dedelstorf sitzt das Trinkwasser daher nicht in weichem Oberflächenwasser, sondern in einem Grundwasserleiter, der auf seinem Weg durch sandige und kiesige Schichten Mineralien aufnimmt. Wo das Wasser länger mit den kalkhaltigen Bestandteilen der eiszeitlichen Ablagerungen in Kontakt bleibt, steigt die Härte. Der Wert von 18,3 °dH passt zu diesem norddeutschen Untergrund aus lockerem Sediment, der in Gifhorn vielerorts härtere Wässer liefert als die moorig-sandigen Flächen der Heide. Anders als in Teilen der Lüneburger Heide mit sehr weichem Wasser bringt der Untergrund hier deutlich mehr Calcium und Magnesium ins Netz. Dedelstorf bezieht sein Trinkwasser über den örtlichen Versorger, die Siedlungswasserwirtschaft im südlichen Landkreis ist an das Verbundsystem des Wasserverbandes Gifhorn angeschlossen. Das Wasser stammt aus tiefen Grundwasserbrunnen der regionalen Gewinnungsgebiete im Landkreis, nicht aus einer Talsperre und nicht aus einem Fluss. Entscheidend sind die gefassten Sand- und Kiesgrundwasserleiter, die in den nördlichen und zentralen Teilen des Kreises erschlossen werden. Von dort gelangt das Wasser nach Aufbereitung und Verteilung in die Ortschaften des Samtgemeindegebiets. Die Versorgung in Dedelstorf ist damit eng an die gleiche hydrogeologische Achse gebunden, die auch Orte wie Wittingen, Hankensbüttel und die Dörfer am Rand der Südheide prägt. Der Landkreis lebt hier nicht von großen Flusswasserwerken, sondern von lokal gewonnenem Grundwasser aus eiszeitlich geformten Schichten. Der Unterschied zu vielen Nachbarorten liegt im geologischen Feinschliff. Richtung Südheide und in den höher gelegenen, sandigen Bereichen fällt die Härte oft niedriger aus, weil dort weniger kalkführende Sedimente im Wasserkörper stecken. Nach Westen und Süden, wo die Niederungen von Aller und Oker das Bild bestimmen, können andere Grundwasserströme und Aufbereitungen zu abweichenden Werten führen. Dedelstorf steht mit 18,3 °dH klar auf der härteren Seite des Spektrums in Niedersachsen, aber noch innerhalb eines regional typischen Gifhorner Musters: eiszeitliche Ablagerungen, tiefe Grundwasserbrunnen, kurze Wege im Versorgungsnetz und kein Einfluss von Talsperren oder Fernwasser aus dem Harz. Genau diese Kombination macht den Ort wasserchemisch eigenständig.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Gifhorn

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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