Wasserhärte in Steinhorst

PLZ 29367 · Gifhorn, Niedersachsen

19,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Gifhorn

Website

Praktische Tipps bei 19,6 °dH

Spülmaschine

Bei 19,6 °dH in Steinhorst: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Niedersachsen

Steinhorst liegt mit 19,6 °dH 6,6 °dH über dem Durchschnitt (13 °dH).

Steinhorst
19,6
Niedersachsen
13

Vergleich mit Deutschland

Steinhorst liegt mit 19,6 °dH 4,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Steinhorst
19,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Eldingen 19,1 °dH hart
Groß Oesingen 18,3 °dH hart
Dedelstorf 18,3 °dH hart
Sprakensehl 18,3 °dH hart
Ummern 19,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Steinhorst

Zwischen den sanften Sanderflächen der Südheide und den feuchten Niederungen des Heidbachs liegt Steinhorst in einer Landschaft, die ihr Wasser aus eiszeitlichen Schottern, Sanden und Geschiebelehmen bezieht. Die flachen Höhenzüge halten Regenwasser nicht lange an der Oberfläche fest, sondern lassen es rasch in den Untergrund sickern. Dort löst es auf seinem Weg durch kalkhaltige Ablagerungen aus der Eiszeit vor allem Calcium- und Magnesiumverbindungen aus dem Boden. Genau daraus entsteht der hohe Härtewert von 19,6 °dH. Die umliegenden Gräben und Bäche, die Richtung Lüderbach und Oker-System entwässern, prägen den Grundwasserstand, aber sie liefern selbst kein weiches Wasser. Steinhorst sitzt damit auf einem Untergrund, der das Wasser mineralisch auflädt, bevor es überhaupt aus dem Hahn kommt. Versorgt wird Steinhorst über das Netz des Wasserverbandes Gifhorn, der das Trinkwasser aus regionalen Grundwasserbrunnen im Landkreis gewinnt und aufbereitet. Entscheidend sind tiefer gefasste Brunnen in den sandigen Schichten der Gifhorner Geest, wo das Wasser über längere Fließwege gefiltert wird und dennoch die Mineralien aus dem Untergrund mitnimmt. Talsperren spielen hier keine Rolle, ebenso wenig Fernwasser aus großen Verbundsystemen. Das Wasser kommt aus der Region, bleibt regional und trägt genau deshalb die geologische Handschrift des Landkreises Gifhorn. Die Aufbereitung gleicht vor allem natürliche Begleitstoffe aus, nicht aber die Härte, die im Boden bereits angelegt ist. Gegenüber vielen Orten im südlichen Niedersachsen liegt Steinhorst deutlich härter. In Bereichen mit stärkerem Einfluss von Mooren, Sanden oder nährstoffarmen Geestrücken fällt der Härtegrad oft niedriger aus. Hier dagegen sorgen die kalkführenden Ablagerungen der eiszeitlichen Formationen für ein kräftigeres, mineralreicheres Wasserbild. Auch im Vergleich zu Nachbarorten im Norden des Landkreises zeigt sich dieser Unterschied klar: Wo das Grundwasser länger durch Lockersedimente fließt und mehr Mineralien aufnimmt, steigt der Härtewert. Steinhorst steht damit mitten in einer Landschaft, die das Trinkwasser nicht nur speist, sondern sichtbar formt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Gifhorn

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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