Wasserhärte in Grafenberg

PLZ 72661 · Reutlingen, Baden-Württemberg

15,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

FairEnergie GmbH

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Praktische Tipps bei 15,7 °dH

Spülmaschine

Bei 15,7 °dH in Grafenberg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Grafenberg liegt mit 15,7 °dH genau im Durchschnitt (15,9 °dH).

Grafenberg
15,7
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Grafenberg liegt mit 15,7 °dH 1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Grafenberg
15,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Kohlberg 15,1 °dH hart
Riederich 13 °dH mittel
Großbettlingen 14 °dH mittel
Bempflingen 13 °dH mittel
Metzingen 18 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Grafenberg

Unter Grafenberg liegt kein junges Sandgebiet, sondern ein Untergrund aus Schichten des Schwäbischen Juras. Prägend sind Mergel, Kalksteine und tonige Lagen, die während der Jurazeit im Meer abgelagert wurden. Später hob die Alb die Schichten an, Regenwasser sickerte durch Klüfte und löste über lange Zeit Kalk aus dem Gestein. Dazu kommen am Rand des Albvorlands eiszeitliche Ablagerungen und verwitterte Deckschichten, die das Wasser auf seinem Weg nur wenig entlasten. Genau diese Gesteinsfolge prägt den Härtewert von 15,7 °dH: viel gelöster Kalk aus dem Untergrund, dazu Zuflüsse aus dem mineralreichen Einzugsgebiet zwischen Neckar, Erms und dem Vorland der Schwäbischen Alb. Grafenberg liegt damit auf einem Gebiet, in dem das Wasser natürlicherweise härter ausfällt als in den granit- und sandsteinreichen Höhen des Landes oder in Gegenden mit stärkerem Schwarzwald-Einfluss. Das Trinkwasser kommt hier nicht aus einer Talsperre, sondern aus dem Verbund der FairEnergie und der lokalen Tief- und Quellwassernutzung im Raum Reutlingen. Versorgt wird Grafenberg über das regionale Netz, das Quell- und Grundwasser aus dem Albvorland und dem Reutlinger Umland aufbereitet und einspeist; maßgeblich sind dabei die Fassungen und Brunnen im Versorgungsgebiet der FairEnergie sowie die Anbindung an das Netz des Zweckverbands Wasserversorgung. Die Leitungslage am Rand des Ermstals und die Nähe zu den kalkreichen Einzugsgebieten sorgen dafür, dass das Wasser mineralisch bleibt und nicht weich wie in vielen Teilen des Schwarzwalds oder am Bodensee ankommt. Der Unterschied zu Nachbarorten wie Riederich, Metzingen oder Kohlberg liegt vor allem in der geologischen Herkunft: Hier dominiert Kalk aus dem Albvorland, dort je nach Lage stärker verdünntes Mischwasser oder Wasser aus anderen Verbundsystemen. Grafenberg steht damit typisch für den Landkreis Reutlingen, aber nicht für ganz Baden-Württemberg. Während Orte mit Wald- und Buntsandsteinboden oft deutlich weichere Werte haben, liefert das Albvorland häufig hartes Wasser mit klar erkennbarem Kalkanteil. Der Ort sitzt an einer geologischen Übergangszone zwischen Alb und Vorland, und genau diese Lage macht den Unterschied. Das Wasser nimmt auf dem Weg durch Mergel, Kalk und Schotter mehr Mineralstoffe auf als in Regionen, in denen das Niederschlagswasser schneller abfließt oder auf silikatischem Gestein kaum gelöstes Calcium und Magnesium mitführt. Grafenberg bekommt deshalb ein Wasser, das aus der Tiefe und aus dem Kalk der Umgebung kommt, nicht aus einem weiten Fernverbund mit weicher Prägung.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: FairEnergie GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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