Wasserhärte in Groß-Gerau

PLZ 64521 · Groß-Gerau, Hessen

18 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Anzeige

Wasserversorger

Hessenwasser GmbH & Co. KG

Website

Praktische Tipps bei 18 °dH

Spülmaschine

Bei 18 °dH in Groß-Gerau: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Groß-Gerau liegt mit 18 °dH 2,3 °dH über dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Groß-Gerau
18
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Groß-Gerau liegt mit 18 °dH 3,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Groß-Gerau
18
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Büttelborn 16,6 °dH hart
Nauheim 18 °dH hart
Trebur 16,6 °dH hart
Weiterstadt 17 °dH hart
Mörfelden-Walldorf 12,3 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Groß-Gerau

Der Landkreis Groß-Gerau liegt in einer der wassergeologisch spannendsten Zonen Hessens: zwischen dem Rhein im Westen, den Schottern und Kiesen der Oberrheinebene und den feineren Sedimenten, die sich hier über Jahrtausende aus Flussablagerungen aufgebaut haben. Unter dem flachen Land liegen mächtige Kies- und Sandschichten, dazu kalkhaltige Bestandteile aus dem Einzugsgebiet von Rhein, Main und ihren Nebenläufen. Genau diese Mischung prägt das Wasser im Kreis. Es nimmt auf seinem Weg durch die wasserführenden Schichten Calcium und Magnesium auf, und deshalb liegt die Härte in Groß-Gerau bei 18 °dH. Die Nähe zum Rheingraben und zu den alluvialen Böden sorgt damit für deutlich härteres Wasser als in Teilen Mittel- und Nordhessens, wo Quellen aus dem Mittelgebirge oft weicher an die Oberfläche treten. In Groß-Gerau selbst stammt das Trinkwasser aus Grundwasserbrunnen der regionalen Gewinnungsgebiete, die über das Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Ried versorgt werden. Der Verband fördert das Wasser aus den unterirdischen Kies- und Sandkörpern des Hessischen Rieds, also aus dem gleichen hydrogeologischen System, das auch viele Orte zwischen Rüsselsheim, Gernsheim, Büttelborn und Trebur prägt. Die Aufbereitung bleibt vergleichsweise knapp, weil das Rohwasser aus diesen Brunnen bereits als Trinkwasser geeignet ist; entscheidend ist vor allem die Förderung, Mischung und Verteilung aus den regionalen Brunnenfeldern. Talsperren spielen hier keine zentrale Rolle. Groß-Gerau bezieht sein Wasser aus dem Untergrund, nicht aus Fernwasserleitungen aus Mittelgebirgsstauseen. Gerade darin unterscheidet sich Groß-Gerau von vielen hessischen Nachbarn. Während Orte im Taunus, im Odenwald oder im Vogelsberg oft weicheres Wasser aus Quellgebieten und höher gelegenen Einzugsräumen erhalten, sitzt Groß-Gerau mitten in der harten Wasserlandschaft der Oberrheinebene. Auch innerhalb des Kreises fällt der Unterschied auf: Richtung Mainz und dem rheinnahen Umland bleibt das Wasser meist ähnlich mineralreich, während weiter östlich, in Gebieten mit stärkerem Einfluss von Taunus- oder Mittelgebirgswasser, die Härte niedriger ausfallen kann. Groß-Gerau steht damit für den typischen Ried-Charakter des Kreises Groß-Gerau: flach, grundwasserreich, sedimentgeprägt und deutlich kalkhaltiger als viele andere Regionen Hessens.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Hessenwasser GmbH & Co. KG

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber