Wasserhärte in Großseifen

PLZ 56472 · Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz

5,6 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Kreis Altenkirchen

Website

Praktische Tipps bei 5,6 °dH

Spülmaschine

Bei 5,6 °dH in Großseifen reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Großseifen liegt mit 5,6 °dH 7,7 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Großseifen
5,6
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Großseifen liegt mit 5,6 °dH 9,1 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Großseifen
5,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bad Marienberg (Westerwald) 5,5 °dH weich
Höhn 5,6 °dH weich
Hahn bei Marienberg 5,4 °dH weich
Stockhausen-Illfurth 5,7 °dH weich
Nisterau 5,6 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Großseifen

Großseifen liegt mit 5,6 °dH spürbar unter dem üblichen Mittel vieler Orte im Westerwald und auch unter dem Durchschnitt in Teilen von Rheinland-Pfalz. Der Ort sitzt auf den alten Basalt- und Schieferzügen des Westerwaldes, wo das Regenwasser rasch versickert, aber nur wenig kalkreiches Gestein durchläuft. Genau deshalb bleibt das Wasser weich: Es nimmt auf seinem Weg durch die harten vulkanischen und metamorphen Schichten vergleichsweise wenig Calcium und Magnesium auf. Anders als in tieferen Talräumen mit stärker kalkhaltigen Ablagerungen bleibt die Mineralisierung hier niedrig. Die Lage am Rand der ausgedehnten Höhen des Westerwaldes prägt also den Härtewert unmittelbar, nicht ein einzelner Fluss, sondern das karge Gesteinsfundament unter dem Ort. Das Trinkwasser kommt aus dem regionalen Verbund des Zweckverbands Wasserversorgung Kreis Altenkirchen, der die Versorgung der Ortsgemeinde über Brunnen und Quellen im Westerwald sichert und über das Leitungsnetz in die Häuser bringt. Prägend sind die wasserreichen Einzugsgebiete zwischen Daaden, Betzdorf und den Höhen des nördlichen Westerwaldes, wo Niederschläge in den klüftigen Basalt- und Schieferkörpern gespeichert werden. Diese Quell- und Grundwasservorkommen speisen die Aufbereitung und Verteilung, ohne dass Großseifen auf eine Talsperre angewiesen wäre. Das ist ein typisches Muster für diese Höhenlage: kurzes Wegesystem vom Niederschlag bis ins Netz, wenig Kontakt mit kalkreichen Sedimenten, daher der weiche Charakter. Im Vergleich zu Nachbarorten im Westerwaldkreis fällt Großseifen damit eher auf der weichen Seite aus. Orte in ähnlicher Höhenlage teilen oft ebenfalls niedrige Härtewerte, doch dort, wo Wasser aus tieferen, mineralreicheren Schichten oder aus Mischungen mit anderen Fernleitungen stammt, steigt der Wert schneller an. Gegenüber manchem Ort im Land, besonders in Regionen mit Kalkstein, Mergel oder stärker mineralisiertem Grundwasser, wirkt Großseifen deutlich weicher und zurückhaltender im Geschmack. Der Ort steht damit geologisch näher an den regenreichen, basaltgeprägten Wasserspeichern des Westerwaldes als an den härteren Wasserlandschaften des Südens und Ostens von Rheinland-Pfalz. Genau diese Herkunft macht die Versorgung vor Ort so klar umrissen: heimisches Höhenwasser, wenig Kalk, kurzer Weg, regionaler Verbund.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Kreis Altenkirchen

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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