Wasserhärte in Gummersbach

PLZ 51643 · Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen

6,3 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Aggerverband

Website

Praktische Tipps bei 6,3 °dH

Spülmaschine

Bei 6,3 °dH in Gummersbach reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Gummersbach liegt mit 6,3 °dH 8,1 °dH unter dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Gummersbach
6,3
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Gummersbach liegt mit 6,3 °dH 8,4 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gummersbach
6,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bergneustadt 8,3 °dH weich
Marienheide 6,3 °dH weich
Wiehl 7,2 °dH weich
Meinerzhagen 9,5 °dH mittel
Reichshof 8,2 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Gummersbach

Der Oberbergische Kreis liegt auf einem alten Mittelgebirgsrücken des Rheinischen Schiefergebirges. Bei Gummersbach prägen Grauwacke, Tonschiefer und sandige Verwitterungsböden das Bild. Diese Gesteine geben nur wenig Calcium und Magnesium an das Wasser ab. Darum bleibt das Trinkwasser hier weich und erreicht mit 6,3 °dH einen niedrigen Härtewert. Auch die Tallagen entlang der Agger und ihrer Nebenbäche tragen dazu bei, denn das Wasser wird in der Region aus niederschlagsreichen, aber geologisch eher nährstoffarmen Einzugsgebieten gewonnen. Anders als in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens mit kalkreichen Böden und härterem Grundwasser fehlt hier der starke Mineraliennachschub aus Muschelkalk oder Kreide. Das macht den Unterschied zu den großen Löss- und Kalkräumen im Westen und Süden des Landes deutlich. Das Wasser für Gummersbach stammt aus dem Verbund des Aggerverbands. Er nutzt vor allem Talsperrenwasser aus dem Aggertal, ergänzt durch aufbereitetes Rohwasser aus regionalen Gewinnungsanlagen. Wichtige Rollen spielen die Genkel-, Othetal- und Wiehltalsperre, deren Einzugsgebiete im Oberbergischen liegen und das Rohwasser aus den bewaldeten Höhen und Bachtälern sammeln. Aufbereitet wird es in den Anlagen des Verbands und anschließend in das Netz von Gummersbach eingespeist. Zuständig ist damit der Aggerverband, der die Versorgung im Raum Gummersbach, Bergneustadt, Waldbröl und vielen weiteren Orten des Oberbergischen Kreises organisiert. Der weiche Härtewert spiegelt diese Herkunft aus Stauanlagen und silikatischem Gebirge sehr klar wider. Im Vergleich zu Nachbarorten zeigt sich Gummersbach deutlich weicher als viele Orte am Rand des Ruhrgebiets oder im Rheinland, wo Kalk und Mischwasser aus anderen Quellen oft höhere Härtegrade verursachen. Auch innerhalb Nordrhein-Westfalens gehört Gummersbach eher zu den weichen Versorgungsgebieten. Das passt zur Lage zwischen den Höhenzügen von Oberberg und den Tälern der Agger. Während in benachbarten Orten wie Wiehl, Engelskirchen oder Ründeroth ebenfalls oft bergisches Talsperrenwasser dominiert, bleibt Gummersbach durch den Verbund des Aggerverbands besonders eng mit den lokalen Stauseen und dem schiefergeprägten Umland verbunden. Die Wasserqualität erzählt hier direkt von der Landschaft: wenig Kalk im Untergrund, viel Regen in den Höhen, kurze Wege aus den Talsperren ins Netz.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Aggerverband

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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