Wasserhärte in Johanngeorgenstadt

PLZ 08349 · Erzgebirgskreis, Sachsen

6,3 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Johanngeorgenstadt GmbH

Website

Praktische Tipps bei 6,3 °dH

Spülmaschine

Bei 6,3 °dH in Johanngeorgenstadt reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Johanngeorgenstadt liegt mit 6,3 °dH 8,5 °dH unter dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Johanngeorgenstadt
6,3
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Johanngeorgenstadt liegt mit 6,3 °dH 8,4 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Johanngeorgenstadt
6,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Breitenbrunn/Erzgeb. 7,4 °dH weich
Eibenstock 6,8 °dH weich
Schwarzenberg/Erzgeb. 7,4 °dH weich
Bockau 6,3 °dH weich
Raschau-Markersbach 6,8 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Johanngeorgenstadt

Der Erzgebirgskreis liegt auf einem alten Kristallin- und Gneisgrund, durchzogen von Grubenrevieren, Verwerfungen und schmalen Tälern. In dieser Berglandschaft bestimmen harte Gesteine, aber auch wasserarme Böden aus verwittertem Schiefer, Gneis und Quarzgängen das Trinkwasser. Viel Niederschlag versickert rasch, bleibt im Untergrund aber arm an gelösten Mineralien. Die Schwarzwasser- und Zschopau-Nebenläufe prägen die Landschaft, doch sie liefern vor allem das Bild der Region, nicht die Mineralfracht des Leitungswassers. Genau daraus entsteht in Johanngeorgenstadt der weiche Wert von 6,3 °dH: wenig Kalk löst sich aus dem Untergrund, weil das Wasser hier aus silikatischem Gebirge und aus geschützten Quellgebieten gespeist wird. Anders als in vielen Teilen Sachsens mit löss- oder kalkreicheren Böden bleibt das Wasser im oberen Erzgebirge deutlich schlanker und mineralärmer. Johanngeorgenstadt bezieht sein Trinkwasser aus örtlichen Quellen und Fassungen im Bergland; die Versorgung läuft über die Stadtwerke Johanngeorgenstadt GmbH. Genutzt werden vor allem Quellwasser und gefasste Brunnen im Umfeld der Höhenzüge zwischen der Stadt und den feuchten Waldlagen am ehemaligen Bergbaugebiet, ergänzt durch Aufbereitung und Speicherung in Hochbehältern. Die Lage an der Grenze zu Böhmen, auf den Höhen über dem Schwarzwassertal, sorgt für kurze Wege vom Einzugsgebiet bis ins Netz. Dort, wo der Untergrund aus Granit, Gneis und ehemaligen Erzgangzonen besteht, bleibt das Wasser weich und klar mineralisiert. Talsperren aus den tieferen Mittelgebirgslagen spielen für den Ort nicht die Hauptrolle; Johanngeorgenstadt lebt vor allem von lokalen Fassungen, die das Regen- und Quellwasser der Hochlagen nutzen. Gerade darin unterscheidet sich der Ort deutlich von Nachbarn wie Eibenstock, Breitenbrunn oder Schwarzenberg. Dort mischen sich je nach Netz und Höhenlage häufiger andere Wasserherkünfte, und in Teilen des Erzgebirges fällt die Härte spürbar höher aus. Auch gegenüber vielen Städten im sächsischen Flach- und Hügelland bleibt Johanngeorgenstadt eine Ausnahme: Das Wasser kommt aus einem kühlen, waldreichen Mittelgebirge mit wenig kalkbildenden Sedimenten. Der Charakter des Ortes, geprägt von Bergbau, Grenzlage und Hochwald, spiegelt sich so direkt im Glas wider. Weich bleibt das Wasser nicht zufällig, sondern weil die Geologie des oberen Schwarzwassertals kaum Mineralstoffe freigibt und die Versorgung konsequent auf lokale Bergquellen setzt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Johanngeorgenstadt GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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