Wasserhärte in Kall

PLZ 53925 · Euskirchen, Nordrhein-Westfalen

17,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

e-regio GmbH & Co. KG

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Praktische Tipps bei 17,2 °dH

Spülmaschine

Bei 17,2 °dH in Kall: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Kall liegt mit 17,2 °dH 2,8 °dH über dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Kall
17,2
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Kall liegt mit 17,2 °dH 2,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kall
17,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Schleiden 15,9 °dH hart
Nettersheim 22 °dH hart
Mechernich 21 °dH hart
Hellenthal 16 °dH hart
Heimbach 17,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kall

Der Landkreis Euskirchen liegt am Rand der Eifel, dort, wo alte Schiefer- und Sandsteinschichten, Kalkzüge und vulkanisch geprägte Höhen nebeneinander auftreten. Genau diese geologische Vielfalt prägt auch das Trinkwasser in Kall. Das Wasser sickert in den Mittelgebirgsraum ein, löst auf seinem Weg durch klüftige Gesteine vor allem Calcium- und Magnesiumverbindungen und kommt deshalb mit 17,2 °dH als hartes Wasser an. In der Rureifel und im nördlichen Eifelfuß treten vielerorts weichere, stärker von Niederschlägen geprägte Wässer auf, doch Kall liegt in einem Bereich, in dem das Grundwasser länger mit dem Untergrund in Kontakt bleibt. Die umliegenden Bäche und Täler der Urft und ihrer Zuflüsse markieren die natürliche Sammelrinne dieses Wassers. Der Untergrund gibt ihm mehr Mineralstoffe mit als in vielen Orten des Rheinlands, und genau das macht den Unterschied zu den Nachbarn auf den höher gelegenen, teils quarzreicheren Rücken der Eifel. Kall selbst wird über das regionale Netz des Wasserwerksversorgers der Nordeifel mit Trinkwasser aus dem Grundwasserraum des Kreises Euskirchen versorgt; maßgeblich sind dabei gefasste Brunnen und Quellgebiete aus dem Einzugsbereich der Urft und benachbarter Eifeltäler. Die Versorgung ist eng mit den lokalen Wasserverbänden und dem Verbundsystem des Kreises verknüpft, das mehrere Gewinnungsanlagen zusammenführt und das Wasser in die Ortsteile leitet. Dadurch stammt das Wasser nicht aus einem großen Talsperrensystem wie in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens, sondern aus einem regionalen Mix aus Quellen und Brunnen, der die Eifel selbst spiegelt. Dieser Herkunftsmix erklärt den kräftigen Härtewert und die mineralische Prägung des Wassers in Kall. Im Vergleich zu vielen Orten im Rheinland, etwa im weichen Niederrheinraum oder in Teilen des Münsterlandes, fällt Kall deutlich härter aus. Auch innerhalb des Kreises Euskirchen ist das bemerkbar: Orte näher an jüngeren, lockeren Sedimenten oder an stärker gespeisten Fernwassersystemen kommen oft mit niedrigerer Härte aus, während Kall näher an den geologisch offenen, kalk- und dolomitführenden Bereichen der Eifel liegt. Der Ort steht damit exemplarisch für das Wasser der Südeifel: regional gewonnen, mineralreich und von der Landschaft geformt. Wer in Kall den Hahn aufdreht, bekommt kein austauschbares Rheinlandwasser, sondern ein Produkt des Eifeler Untergrunds, der Urfttäler und der alten Gesteinsbänder unter dem Kreis Euskirchen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: e-regio GmbH & Co. KG

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