Wasserhärte in Kampen (Sylt)

PLZ 25999 · Nordfriesland, Schleswig-Holstein

11,1 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Energieversorgung Sylt

Website

Praktische Tipps bei 11,1 °dH

Spülmaschine

Bei 11,1 °dH in Kampen (Sylt): Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Kampen (Sylt) liegt mit 11,1 °dH 2,8 °dH unter dem Durchschnitt (13,9 °dH).

Kampen (Sylt)
11,1
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Kampen (Sylt) liegt mit 11,1 °dH 3,6 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kampen (Sylt)
11,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wenningstedt-Braderup (Sylt) 11,1 °dH mittel
Sylt 11,1 °dH mittel
List auf Sylt 11,1 °dH mittel
Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog 11,3 °dH mittel
Hörnum (Sylt) 10,5 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Kampen (Sylt)

Unter Kampen liegen keine festen Kalk- oder Sandsteinbänke, sondern junge eiszeitliche Ablagerungen: Dünen, Flugsande, Strandwälle und darunter glaziale Sande und Geschiebemergel aus der Saale- und Weichselzeit. Diese Schichten wurden von Gletschern aus Skandinavien herangeschoben und später vom Wind immer wieder umgeformt. Auf Sylt fehlt der Anschluss an große Flüsse; Regen versickert rasch im sandigen Untergrund. So entsteht das Trinkwasser aus einem schmalen Süßwasserlinsensystem, das auf dem schwereren, salzhaltigen Untergrund der Insel aufliegt. Der Wert von 11,1 °dH liegt deshalb im mittleren Bereich: Das Wasser nimmt unterwegs nur begrenzt Calcium und Magnesium auf, weil auf der Insel kaum lösliche Kalkgesteine vorkommen, aber der Kontakt mit sandigen und moränennahen Sedimenten reicht aus, um mehr Mineralstoffe mitzugeben als in sehr weichen Küstenwässern. Kampen bezieht sein Trinkwasser nicht aus Flüssen oder Talsperren, sondern aus Grundwasserbrunnen der Sylter Wassergewinnung. Das Wasser wird auf der Insel gefasst, meist aus mehreren Brunnen in den Süßwasserlinsen des mittleren und südlichen Inselsandes, und über das Netz des örtlichen Versorgers verteilt. Zuständig ist die Energieversorgung Sylt, die die Inselorte über eigene Förder- und Aufbereitungsanlagen versorgt. Anders als auf dem Festland kommt hier kein Wasser aus der Eider, der Treene oder aus großen Speicherbecken im Binnenland an. Der Nachschub hängt direkt von Niederschlag, Versickerung und dem Schutz der Brunnen vor Salzwasser ab. Der Vergleich mit den Nachbarorten zeigt die besondere Lage deutlich. Wenige Kilometer südlich liegen Wenningstedt-Braderup und Westerland ebenfalls auf derselben Inselgrundlage, doch die Wasserfassung und die geologischen Bedingungen sind überall etwas anders, weil Dünenzüge, Geestkanten und alte Strandwälle den Untergrund wechseln lassen. Gegenüber dem Rest von Schleswig-Holstein wirkt Kampen deutlich insularer: Dort bestimmen oft Moränen, Grundmoränenplatten, Kalkanteile aus Geschiebemergel und Flussläufe aus dem Binnenland die Härte. Auf Sylt fehlen solche Zuflüsse völlig. Darum ist das Trinkwasser hier nicht weich wie in manchen Marschgebieten, aber auch nicht so kalkreich wie in Regionen mit stärkerem Geschiebemergel. Der mittelharte Wert spiegelt ein Inselwasser wider, das aus Sand, Wind und unterirdischen Süßwasserreserven entsteht.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Energieversorgung Sylt

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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