Wasserhärte in Sylt

PLZ 25980 · Nordfriesland, Schleswig-Holstein

11,1 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Ver- und Entsorgung Norddörfer GmbH

Website

Praktische Tipps bei 11,1 °dH

Spülmaschine

Bei 11,1 °dH in Sylt: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Sylt liegt mit 11,1 °dH 2,8 °dH unter dem Durchschnitt (13,9 °dH).

Sylt
11,1
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Sylt liegt mit 11,1 °dH 3,6 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Sylt
11,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wenningstedt-Braderup (Sylt) 11,1 °dH mittel
Kampen (Sylt) 11,1 °dH mittel
List auf Sylt 11,1 °dH mittel
Hörnum (Sylt) 10,5 °dH mittel
Oldsum 10,5 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Sylt

Sylt sitzt auf einem jungen Küstenkörper aus Sand, Dünensanden, Geschiebemergel und eiszeitlichen Ablagerungen. Unter den Kuppen der Insel liegen Reste der saalekalt- und weichselzeitlichen Moränen, darüber lagerten Wind und Brandung seit Jahrtausenden neues Material ab. Kalkreiches Gestein tritt hier kaum offen zutage; stattdessen dominieren Sande, die Regenwasser rasch versickern lassen. Genau deshalb bildet sich unter der Insel ein empfindlicher Süßwasserkörper, der vom salzigen Meerwasser seitlich begrenzt wird. Der gemessene Härtewert von 11,1 °dH passt zu diesem Bild: Das Wasser ist nicht weich wie auf reinen Sandinseln mit sehr nährstoffarmen Filtern, aber auch nicht so hart wie in Gegenden mit deutlich mehr kalkhaltigem Untergrund. Auf Sylt stammen die gelösten Mineralien vor allem aus den eiszeitlichen Sedimenten und aus dem Kontakt des Wassers mit sandigen, teils mergeligen Schichten im Untergrund. Flüsse fehlen auf der Insel, und genau dieser Mangel an oberirdischen Zuflüssen prägt die Wassersignatur stärker als irgendwo im nordfriesischen Festlandraum. Das Trinkwasser kommt aus dem Inselnetz der Gemeinde Sylt, betrieben über die örtliche Wasserversorgung der Sylter Gemeinden. Gewonnen wird es aus Brunnen im Inseluntergrund, vor allem aus tief gefassten Süßwasserlinsen im Bereich der zentralen und nördlichen Inselzone. Die Förderung stützt sich auf Grundwasser, nicht auf Talsperren, Quellen oder Flusswasser. Auf Sylt wird das Wasser nach der Förderung aufbereitet und ins Netz von Westerland, Wenningstedt-Braderup, Kampen, List, Hörnum, Rantum und den übrigen Ortsteilen verteilt. Der Versorger heißt Trinkwasserzweckverband Sylt, der die Gewinnung und Verteilung auf der Insel bündelt. Der Härtewert bleibt dabei im mittleren Bereich, weil das Grundwasser hier mehr Kontakt mit mineralischen Sandschichten und eiszeitlichen Ablagerungen hat als in sehr weichen Küstengebieten, aber weit weniger mit Kalkstein als in vielen Binnenlagen. Gegenüber dem schleswig-holsteinischen Festland wirkt Sylt wasserchemisch eigenständig. In weiten Teilen Nordfrieslands, besonders dort, wo Marsch und Moor den Boden prägen, ist das Wasser oft anders zusammengesetzt, teils weicher, teils stärker von landwirtschaftlich geprägten Untergründen beeinflusst. Auf der Insel fehlen die großen Flüsse wie Eider, Treene oder Levensau als prägenden Wasserlieferanten völlig. Auch der Vergleich mit den Nachbarorten auf dem Festland fällt deutlich aus: Niebüll, Husum oder Klanxbüll beziehen ihr Trinkwasser aus ganz anderen Grundwasserleitern des Marsch- und Geestgebiets. Sylt lebt dagegen von einem schmalen, isolierten Süßwasserspeicher mitten im Meer. Diese Insellage macht den Härtewert stabil, aber ortstypisch, und sie erklärt, warum das Sylter Trinkwasser nicht wie das des Umlands klingt, sondern wie ein Produkt aus Dünensand, Moräne und salziger Küstengeologie.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Ver- und Entsorgung Norddörfer GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber