Wasserhärte in Kella

PLZ 37308 · Eichsfeld, Thüringen

21,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld

Website

Praktische Tipps bei 21,2 °dH

Spülmaschine

Bei 21,2 °dH in Kella: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Kella liegt mit 21,2 °dH genau im Durchschnitt (20,9 °dH).

Kella
21,2
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Kella liegt mit 21,2 °dH 6,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kella
21,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Meinhard 17 °dH hart
Pfaffschwende 21,2 °dH hart
Volkerode 18,7 °dH hart
Sickerode 22,6 °dH hart
Eschwege 23,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kella

22,7 °dH — was steckt dahinter? Kella liegt am Rand des Eichsfelds dort, wo Muschelkalk und lokale Lössdecken das Wasser auf seinem Weg prägen. Regen versickert in den kalkreichen Schichten, nimmt Calcium und Magnesium auf und kommt deshalb härter aus dem Hahn als in vielen anderen Teilen Thüringens. Der Untergrund rund um die Höhenzüge und Täler der Leine-Zuflüsse wirkt wie ein natürlicher Mineralfilter. In dieser Landschaft mit kalkigen Böden, kleinen Bächen und wenig großflächiger Grundwasserneubildung bleibt das Wasser länger im Gestein, löst mehr Mineralstoffe und erreicht Kella mit einem deutlich höheren Härtegrad als Orte auf den kristallinen oder sandigeren Gesteinen des Thüringer Waldes oder der Saale-Region. Auch gegenüber Nachbarorten im Eichsfeld fällt die Lage auf: Das Wasser ist hier nicht weich, sondern klar vom Kalk der Landschaft geprägt. Versorgt wird Kella über den regionalen Trinkwasserverbund des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld. Das Wasser stammt aus dem örtlichen Verbundnetz mit Grundwasser aus Brunnen und Quellfassungen im Eichsfeld, das über die Anlagen der Region aufbereitet und in das Leitungsnetz eingespeist wird. Je nach Netzabschnitt fließt Mischwasser aus mehreren Gewinnungsgebieten, sodass die Härte nicht aus einer einzigen Quelle kommt, sondern aus dem Zusammenspiel der Eichsfelder Wasserfassungen. Die Versorgung ist eng mit den Hochlagen und Tälern zwischen Leine und Werra verzahnt, nicht mit einer fernen Talsperre. Genau darin liegt der regionale Charakter: Kellas Trinkwasser trägt die Handschrift des heimischen Kalksteins und der lokalen Brunnen. Im Vergleich zu vielen Orten in Thüringen ist Kella klar auf der harten Seite. Im Thüringer Becken und in Teilen des Landes gibt es deutlich weichere Werte, besonders dort, wo andere Gesteine oder größere Mischsysteme das Wasser prägen. Auch im näheren Umland schwankt die Härte je nach Einzugsgebiet, doch Kella bleibt durch den Eichsfelder Muschelkalk auffällig mineralreich. Das ist kein Zufall, sondern ein Spiegel der Landschaft. Wer den Wasserwert hier liest, liest zugleich den geologischen Untergrund mit: Kalk, Löss, Grundwasser und die kleinen Einzugsgebiete des Eichsfelds formen gemeinsam das Trinkwasser von Kella.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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