Wasserhärte in Kist

PLZ 97270 · Würzburg, Bayern

33 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Fernwasserversorgung Mittelmain (FWM)

Website

Praktische Tipps bei 33 °dH

Spülmaschine

Bei 33 °dH in Kist: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Kist liegt mit 33 °dH 15,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Kist
33
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Kist liegt mit 33 °dH 18,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kist
33
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Eisingen 29,2 °dH hart
Guttenberger Wald 29,2 °dH hart
Irtenberger Wald 29,2 °dH hart
Waldbrunn 29,2 °dH hart
Höchberg 34,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kist

Kist wird vom Zweckverband Fernwasserversorgung Mittelmain versorgt, der sein Trinkwasser aus dem Wasserwerk Theres und aus weiteren Gewinnungsanlagen im Maindreieck bezieht. Das Netz greift damit nicht auf einen einzelnen Dorfbrunnen zurück, sondern auf überregional aufbereitetes Mainwasser und auf Grundwasser aus den Mainauen und den Niederungen zwischen Würzburg, Schweinfurt und Haßfurt. Diese Herkunft prägt den Ort bis zum Hahn: Das Wasser kommt aus einem System, das auf den tiefen Schotter- und Sandlagen des Maintals aufbaut und in den Werken des Verbands aufbereitet wird, bevor es nach Kist weiterläuft. Zuständig ist damit ein Versorger, dessen Einzugsgebiet weit über den Landkreis Würzburg hinausreicht und der die Gemeinde aus dem Fernleitungsnetz speist. Der hohe Härtewert von 33 °dH hängt mit der Geologie des Maingebiets zusammen. Der Untergrund nördlich und westlich von Würzburg ist von Muschelkalk, Keuper und kalkreichen Lockersedimenten geprägt. Regenwasser, das durch diese Schichten sickert, löst Calcium und Magnesium aus dem Gestein und nimmt sie ins Grundwasser mit. Auch die Nähe zum Main spielt eine Rolle, weil der Fluss und seine Auen über Jahrtausende mineralreiche Ablagerungen hinterlassen haben. Kist liegt auf der Hochfläche westlich von Würzburg, am Rand des Trockenrasen- und Ackerlands zwischen Altertheim, Alter Mainbogen und den offenen Geländestufen des Ochsenfurter Gaus. Dort ist das Wasser von Natur aus deutlich mineralreicher als in Regionen mit Granit, Gneis oder Moorböden. Der Wert von 33 °dH passt deshalb zu einem Versorgungsraum, der vom kalkigen Untergrund des unteren Maintals geprägt ist. Gegenüber vielen Orten in Bayern steht Kist damit am harten Ende der Skala. In den Mittelgebirgen Frankens, im Bayerischen Wald oder in Teilen des Alpenvorlands liefern Quellen oft weicheres Wasser, weil dort andere Gesteine dominieren. Auch innerhalb des Landkreises Würzburg gibt es Unterschiede, je nachdem, ob ein Ort stärker von Fernwasser, von lokalen Brunnen oder von Mischsystemen lebt. Kist liegt dabei klar im Einfluss des kalkreichen Maintals und nicht in einem weichen Quellgebiet. Das macht den Ort wassergeologisch näher an den Mainfränkischen Kalklandschaften als an den wasserärmeren, silikatischen Gegenden Nord- und Ostbayerns. Die Härte ist deshalb kein Zufall, sondern das direkte Ergebnis von Untergrund, Herkunftsraum und der Fernwasserversorgung aus dem Maindreieck.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Fernwasserversorgung Mittelmain (FWM)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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