Wasserhärte in Klingenberg

PLZ 01774 · Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen

9,9 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

DREWAG Netz GmbH

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Praktische Tipps bei 9,9 °dH

Spülmaschine

Bei 9,9 °dH in Klingenberg: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Klingenberg liegt mit 9,9 °dH 4,9 °dH unter dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Klingenberg
9,9
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Klingenberg liegt mit 9,9 °dH 4,8 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Klingenberg
9,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Dorfhain 10,6 °dH mittel
Bobritzsch-Hilbersdorf 19,7 °dH hart
Tharandt 10,6 °dH mittel
Rabenau 10,6 °dH mittel
Dippoldiswalde 8,8 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Klingenberg

Klingenberg liegt mit 9,9 °dH spürbar über dem sächsischen Durchschnitt und zugleich noch klar im mittleren Bereich. Der Unterschied zu vielen Orten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hängt an der Geologie vor der Haustür: Zwischen Erzgebirgsvorland und Talsenken treffen kristalline Gesteine, Gneise und Granite auf örtlich mächtigere Lockersedimente. Solche Gesteine geben nur wenig Calcium und Magnesium an das Wasser ab. Darum bleibt das Trinkwasser hier nicht so weich wie in reinem Mittelgebirgsquellgebiet, aber auch nicht hart wie in Kalklandschaften weiter südlich oder westlich. Der Vergleich mit Nachbarorten fällt deshalb auffällig aus: Talorte an stärker mineralisierten Zuflüssen oder mit anderem Untergrund kommen oft auf andere Härtewerte, während Klingenberg mit seinem Wert zwischen diesen Extremen liegt. Die Lage zwischen Tharandter Wald, Bobritzschgebiet und den Zubringern Richtung Freital prägt das Wasser deutlich stärker als jede pauschale Sachsen-Angabe. Das Trinkwasser kommt vor allem aus dem Netz der DREWAG beziehungsweise der Stadtwerke Dresden, die in diesem Teil des Landkreises weite Versorgungsstränge und Aufbereitungsanlagen betreiben. Maßgeblich ist dabei Rohwasser aus Talsperren des Erzgebirgsraums und aus den angeschlossenen Gewinnungsgebieten; dazu zählen vor allem die Systeme rund um die Talsperren Klingenberg und Lehnmühle, deren Einzugsgebiete oberhalb der Ortschaft liegen. Dort sammelt sich Niederschlag aus waldreichen, relativ nährstoffarmen Höhenlagen, bevor das Wasser aufbereitet und in die Orte verteilt wird. Klingenberg selbst profitiert damit von einem Versorgungsraum, der weit über den Ort hinausreicht und die Wasserqualität an den Quell- und Speicherstandorten mitbestimmt. Im Vergleich zu Nachbarorten zeigt sich Klingenberg deshalb als Übergangsraum. Weiter östlich und südöstlich sinken die Härtewerte mancherorts, wo stärker silikatische Gesteine und reine Quellgebiete dominieren. Richtung Dresden und in dichter besiedelte Siedlungsachsen tauchen dagegen häufiger stärker aufbereitete oder anders gemischte Wässer auf, die sich im Mineralgehalt anders darstellen. Klingenberg bleibt mit 9,9 °dH ein Ort, in dem Speicherwasser aus dem Osterzgebirge auf einen Untergrund trifft, der dem Wasser nur wenig zusätzliche Härte mitgibt. Genau diese Verbindung aus Talsperrenwasser, regionalem Leitungsnetz und dem geologischen Unterbau vor Ort macht den Wert so typisch für diesen Teil Sachsens.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: DREWAG Netz GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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