Wasserhärte in Ladenburg

PLZ 68526 · Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg

22 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Anzeige

Wasserversorger

Wassergewinnungsverband Lobdengau

Website

Praktische Tipps bei 22 °dH

Spülmaschine

Bei 22 °dH in Ladenburg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Ladenburg liegt mit 22 °dH 6,1 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Ladenburg
22
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Ladenburg liegt mit 22 °dH 7,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ladenburg
22
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Edingen-Neckarhausen 21 °dH hart
Ilvesheim 19 °dH hart
Schriesheim 22 °dH hart
Heddesheim 18,9 °dH hart
Hirschberg an der Bergstraße 21 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Ladenburg

Ladenburg fällt beim Trinkwasser deutlich aus dem Rahmen: Mit 22 °dH liegt der Ort spürbar über dem üblichen Niveau vieler Städte im baden-württembergischen Oberrheingraben und auch über mehreren Nachbarn im Rhein-Neckar-Kreis. Der Grund liegt tief unter der Fläche zwischen Neckar und Rheinebene. Hier prägen mächtige Kies-, Sand- und Schotterablagerungen den Untergrund, dazu Einträge aus kalkreichen Gesteinen aus dem Einzugsgebiet von Neckar, Rhein und den Nebenbächen aus Odenwald und Kraichgau. Solches Grundwasser löst auf seinem Weg viel Calcium und Magnesium aus den Sedimenten, und genau diese Mineralfracht macht das Wasser in Ladenburg hart. Der Neckar selbst formt die Landschaft, aber die Härte entsteht vor allem im Grundwasserleiter der Rheinniederung, nicht in einem einzelnen Bachlauf. Darum unterscheidet sich Ladenburg auch von Orten mit stärker von Buntsandstein oder weicherem Schwarzwaldwasser geprägter Versorgung deutlich. Das Trinkwasser kommt aus dem Verbundnetz des Zweckverbands Bodensee-Wasserversorgung und aus regionalen Grundwasservorkommen des örtlichen Netzes, das über die Stadtwerke beziehungsweise den kommunalen Versorger in den Bestand eingebunden ist. Die Mischung wird über Brunnenfassungen im Oberrheingraben und über überregionale Zuleitungen stabil gehalten, damit die Versorgung zwischen Neckarhausen, Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen und den Mannheimer Randlagen zuverlässig bleibt. Gerade dieser Verbund erklärt den Unterschied zu Nachbarorten: Wo in Teilen der Region weicheres Wasser aus anderen Gewinnungsgebieten ankommt, bleibt Ladenburg wegen des mineralreichen Grundwasserstroms klar im harten Bereich. Auch gegenüber dem Landesdurchschnitt zeigt sich das deutlich, denn Baden-Württemberg hat viele Regionen mit deutlich geringerer Härte, vor allem dort, wo Schwarzwald, Alb oder Sandstein das Wasser weniger mit Kalk und Magnesium anreichern. Ladenburg steht damit geologisch an einer Schnittstelle, an der Rhein, Neckar und die Schotterkörper der Ebene das Wasser über lange Wege prägen. Die Versorgung ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis aus regionalen Brunnen, Verbundleitungen und der natürlichen Zusammensetzung des Untergrunds. Wer die Wasserwerte hier einordnet, sieht sofort den Ort dahinter: eine Stadt am Neckar, in der die Rheinebene das Trinkwasser härter macht als vielerorts im Land.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wassergewinnungsverband Lobdengau

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber