Wasserhärte in Langgöns

PLZ 35428 · Gießen, Hessen

18,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Gemeindewerke Langgöns

Website

Praktische Tipps bei 18,2 °dH

Spülmaschine

Bei 18,2 °dH in Langgöns: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Langgöns liegt mit 18,2 °dH 2,5 °dH über dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Langgöns
18,2
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Langgöns liegt mit 18,2 °dH 3,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Langgöns
18,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Linden 18,5 °dH hart
Pohlheim 18,2 °dH hart
Hüttenberg 12 °dH mittel
Butzbach, Friedrich-Ludwig-Weidig-Stadt 16 °dH hart
Rockenberg 19,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Langgöns

Langgöns liegt am Rand des Gießener Beckens, dort, wo lockere Tone, Mergel und Sandlagen aus dem Tertiär auf härteres Kalkgestein in der Umgebung treffen. Später kamen in den Tälern noch junge Schotter und lehmige Deckschichten dazu, abgelagert von Wetter und Lahn-Nebenflüssen. Dieses Gesteinsmosaik prägt das Trinkwasser deutlich. Wo das Wasser durch kalkreiche Schichten und lössige Böden sickert, nimmt es Calcium und Magnesium auf. Genau daraus entsteht der harte Charakter mit 18,2 °dH. Die Niederungen um den Kleebach und die offenen Flächen zwischen den Ortsteilen liefern keine weichen, granitischen Untergründe, sondern Sedimente aus Muschelkalknähe, Mergel und Flussablagerungen. Das Wasser bleibt deshalb mineralreich und spiegelt die Geologie des Landkreises Gießen sehr direkt wider. Versorgt wird Langgöns über die Wasserwerke des Zweckverbands Mittelhessische Wasserwerke, der in diesem Teil des Landkreises Gießen mehrere Brunnen und Gewinnungsanlagen betreibt. Das Trinkwasser stammt vor allem aus Grundwasserfassungen im regionalen Becken und aus gefassten Tiefbrunnen, nicht aus einer großen Talsperre. In Mittelhessen ist das typisch: sauberes Grundwasser aus gut geschützten Aquiferen, oft mit spürbarer Härte, weil es auf seinem Weg durch Kalk- und Mergelschichten Mineralien löst. Langgöns liegt damit näher an den harten Wasserwerten der Wetterau- und Gießener Beckenränder als an den weicheren Verhältnissen mancher Wald- und Mittelgebirgslagen in Hessen. Orte mit mehr Buntsandstein oder stärkerem Waldgebiet melden oft niedrigere Härten, während im Lahnraum und im Becken selbst die Werte meist höher ausfallen. Im direkten Vergleich zeigt Langgöns deshalb ein eher kräftig mineralisiertes Profil. Nachbarorte wie Linden, Pohlheim oder Butzbach bewegen sich je nach Netz und Gewinnungsgebiet in ähnlichen Bereichen, doch die Kombination aus Beckenrand, kalkführenden Ablagerungen und Grundwassergewinnung macht Langgöns besonders hart im hessischen Maßstab. Gegenüber vielen Orten im Taunus, im Vogelsberg oder im westhessischen Waldland wirkt das Wasser deutlich kalkreicher. Der Ort sitzt damit an einer geologischen Nahtstelle, und genau diese Lage schreibt sich bis ins Glas fort: kein Flusswasser aus einer Fernleitung, sondern regional gefördertes Grundwasser, geformt von den Schichten unter den Feldern, Wegen und Siedlungen von Langgöns.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeindewerke Langgöns

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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