Wasserhärte in Lohrheim

PLZ 65558 · Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz

21,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Oberer Taunus

Website

Praktische Tipps bei 21,2 °dH

Spülmaschine

Bei 21,2 °dH in Lohrheim: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Lohrheim liegt mit 21,2 °dH 7,9 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Lohrheim
21,2
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Lohrheim liegt mit 21,2 °dH 6,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Lohrheim
21,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hahnstätten 22,7 °dH hart
Niederneisen 22,2 °dH hart
Oberneisen 21,2 °dH hart
Flacht 14 °dH mittel
Netzbach 21,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Lohrheim

Zwischen den sanften Höhen des westlichen Taunus und den tief eingeschnittenen Tälern der Aar liegt Lohrheim auf einem Untergrund, der Wasser nur langsam weitergibt. Hier prägen devonische Schiefer, wechselnde Ton- und Mergelschichten sowie kalkführende Einlagerungen das Grundwasser. Regen versickert nicht einfach, sondern wandert lange durch feinkörnige Gesteine und löst dabei viele Mineralien aus dem Untergrund. Genau daraus entsteht die harte Ausprägung des Trinkwassers mit 21,2 °dH. Die Lage im Rhein-Lahn-Kreis verstärkt diesen Effekt, weil die Zuflüsse und kleinen Bäche der Umgebung das Wasser aus einem geologisch vielfältigen, aber oft mineralreichen Einzugsgebiet speisen. Das Ergebnis ist ein Wasser, das deutlich mehr Härtebildner mitbringt als viele weichere Quellwässer aus den höheren Mittelgebirgslagen von Rheinland-Pfalz. Konkretes Trinkwasser für Lohrheim kommt über das Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Oberer Taunus, der seine Förderung aus örtlichen und regionalen Brunnen und Quellen im Einzugsgebiet des Aar-Hügellands und der angrenzenden Hochflächen bezieht. Die Versorgung stützt sich damit nicht auf große Talsperren, sondern auf mehrere kleine Gewinnungsstellen, die das Rohwasser aus dem anstehenden Gestein sammeln und in das Ortsnetz einspeisen. Gerade diese kleinteilige Gewinnung erklärt den Charakter vor Ort: Das Wasser trägt die mineralische Handschrift der Umgebung und bleibt im Vergleich zu vielen anderen Teilen des Landes deutlich härter. Der Rhein-Lahn-Kreis liegt an einer geologischen Nahtstelle, und Lohrheim spürt das stärker als Orte näher am Rhein oder in Regionen mit weicheren Sand- und Buntsandsteinböden. Gegenüber Nachbarorten im Tal und auf den Höhen wirkt Lohrheims Wasser deshalb oft kräftiger mineralisiert. In manchen benachbarten Gemeinden, die von anderen Quellgebieten oder von länger gespeisten Verbundsystemen profitieren, fällt die Härte niedriger aus. Rheinland-Pfalz insgesamt zeigt ohnehin starke Gegensätze: Die Eifel und Teile des Hunsrücks liefern häufig weicheres Wasser, während Kalk- und Schiefergebiete im Lahntal und an den Randhöhen höhere Werte bringen. Lohrheim gehört klar zu den härteren Standorten des Landes, weil Geologie, Relief und regionale Gewinnung hier zusammen ein Wasser formen, das aus dem Untergrund der Lahnhöhen stammt und nicht aus großräumigen Fernleitungen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Oberer Taunus

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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