Wasserhärte in Netzbach

PLZ 65623 · Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz

21,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Verbandsgemeindewerke Aar-Einrich

Website

Praktische Tipps bei 21,3 °dH

Spülmaschine

Bei 21,3 °dH in Netzbach: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Netzbach liegt mit 21,3 °dH 8 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Netzbach
21,3
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Netzbach liegt mit 21,3 °dH 6,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Netzbach
21,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hahnstätten 22,7 °dH hart
Oberneisen 21,2 °dH hart
Kaltenholzhausen 19,6 °dH hart
Niederneisen 22,2 °dH hart
Lohrheim 21,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Netzbach

Unter Netzbach liegt der alte Untergrund des Rhein-Lahn-Raums: Schichten aus devonischem Schiefer, Grauwacke und quarzitischen Sandsteinen prägen den Untergrund, dazu kommen verwitterte Löss- und Lehmdecken in den Mulden. Diese Gesteine stammen nicht aus einem Meer heute vor Ort, sondern aus einem uralten Meeresbecken, das sich vor hunderten Millionen Jahren ablagerte und später im Rheinischen Schiefergebirge aufgefaltet wurde. Regenwasser sickert durch Risse und Klüfte, nimmt dabei Calcium und Magnesium aus den karbonatarmen, aber mineralreichen Gesteinen auf und erreicht deshalb eine deutliche Härte. Der Wert von 21,3 °dH passt zu einem Gebiet, in dem das Wasser nicht aus weichen Mittelgebirgsquellen mit viel Niederschlag, sondern aus tiefereingesickerten, gesteinsnahen Grundwasserleitern kommt. Die kleinen Bäche der Umgebung, die zum Einzugsgebiet der Aar und schließlich zum Rhein gehören, führen selbst kein weiches Gegenwasser heran, das den Mineralgehalt spürbar senken würde. Netzbach wird vom Zweckverband Gruppenwasserwerk Diez versorgt. Das Trinkwasser stammt aus regionalen Gewinnungsanlagen im Aar- und Lahntal, vor allem aus Brunnen und Quellen im Einzugsbereich des Versorgungsnetzes rund um Diez. Dort wird Grundwasser aus den Schotter- und Talfüllungen gefördert, aufbereitet und über das Leitungsnetz in die Orte des Verbandes verteilt. Gerade dieser Bezug zu Grundwasser aus dem Rhein-Lahn-Kreis macht die Herkunft greifbar: kein Fernwasser aus einer Talsperre, sondern Wasser aus der näheren Landschaft, die von Schieferhängen, Bachtälern und kiesigen Talböden geprägt ist. Der Versorger ist damit eng an die Geologie der Region gebunden, und der Härtewert spiegelt diese Nähe zum Untergrund direkt wider. Gegenüber vielen Orten in Rheinland-Pfalz steht Netzbach auf der härteren Seite. Entlang von Rhein und Lahn, in Teilen des Schiefergebirges und der angrenzenden Täler, steigt die Härte oft dort an, wo Grundwasser länger mit dem Gestein in Kontakt bleibt. Weicheres Wasser findet sich eher in Gebieten mit starkem Regen, sandigen Deckschichten oder höherem Waldanteil, etwa in manchen Mittelgebirgslagen des Hunsrücks oder in Wassereinzugsgebieten mit geringerer Mineralauflösung. Netzbach liegt dazwischen nicht günstig, sondern geologisch auf der mineralreichen Seite: hartes Wasser aus einem Untergrund, der viel Stein und wenig Kalkpuffer im Oberflächenabfluss bietet. Das unterscheidet den Ort auch von Nachbarn, die aus anderen Tiefbrunnen oder aus gemischten Versorgungsgebieten gespeist werden und dadurch oft etwas weichere Werte erreichen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Verbandsgemeindewerke Aar-Einrich

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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