Wasserhärte in Meißner

PLZ 37290 · Werra-Meißner-Kreis, Hessen

17 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Meißner-Verbandswasserwerk

Website

Praktische Tipps bei 17 °dH

Spülmaschine

Bei 17 °dH in Meißner: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Meißner liegt mit 17 °dH 1,3 °dH über dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Meißner
17
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Meißner liegt mit 17 °dH 2,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Meißner
17
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Berkatal 16,3 °dH hart
Bad Sooden-Allendorf 17,3 °dH hart
Wehretal 17,3 °dH hart
Eschwege 23,1 °dH hart
Meinhard 17 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Meißner

Der Werra-Meißner-Kreis liegt auf einem geologisch bewegten Untergrund aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper, dazu kommen im Meißnerland Basaltdecken des Hohen Meißners. Diese Schichten prägen die Wasserchemie stark: Kalkhaltige Gesteine geben viel Calcium und Magnesium ab, während das Wasser aus den höher gelegenen Einzugsgebieten der Werra, der kleinen Bäche am Meißner und aus den Tälern zwischen Hessisch Lichtenau, Waldkappel und Eschwege lange Wege durch mineralreiche Böden nimmt. Genau daraus entsteht der harte Wert von 17 °dH in Meißner. Der Ort sitzt an einer Stelle, an der Grundwasser nicht nur durch Sandstein geführt wird, sondern immer wieder Kontakt mit kalkigen und dolomitischen Lagen bekommt. Das macht das Wasser deutlich härter als in Teilen Nord- und Mittelhessens, wo weichere Niederschläge aus bewaldeten Mittelgebirgslagen und grundwasserschonende Talsperren häufiger das Bild bestimmen. Meißner hebt sich damit von vielen Nachbarorten ab, die teils andere Mischungen aus Quellwasser und Fernwasser beziehen und dadurch oft niedrigere Härten aufweisen. Die Versorgung läuft über den regionalen Netzverbund des Zweckverbands Trinkwasserverband Werra-Meißner mit Wasser aus örtlichen Grundwasserbrunnen und Quellfassungen im Meißnergebiet. Ergänzend speisen Anlagen aus dem weiteren Kreisgebiet das Netz, damit die Hochlagen und Ortsteile stabil versorgt bleiben. Entscheidend sind dabei die Fassungen in den wasserreichen Talzügen am Rand des Kaufunger Waldes und des Hohen Meißners, wo Grundwasser in Sandstein- und Hangschuttkörpern gefasst wird. Von dort gelangt es über Aufbereitung und Verbundleitungen in die Haushalte von Meißner. Talsperren spielen hier keine führende Rolle; das Profil ist klar von regionalem Grundwasser geprägt. Genau das unterscheidet Meißner von Orten weiter südlich in Hessen, die häufiger auf weichere Fernwassersysteme zurückgreifen, und auch von Gemeinden im Werra-Tal, deren Wasser je nach Brunnenstandort und Gestein oft ein anderes Härtebild zeigt. Meißner ist damit ein Ort, an dem Geologie und Versorgung direkt zusammenlesen lassen, was unter der Oberfläche liegt. Der Basalt des Hohen Meißners, die kalkführenden Randzonen und die sandsteinreichen Täler geben dem Wasser seinen mineralischen Charakter. Harte Werte wie 17 °dH sind hier kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Landschaftsraums, der Wasser lange im Boden hält und dabei mit Gesteinsstoffen anreichert. Genau darin liegt der Unterschied zu vielen hessischen Regionen mit weicheren, kürzer mineralisierten Wässern.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Meißner-Verbandswasserwerk

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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