Wasserhärte in Wehretal

PLZ 37287 · Werra-Meißner-Kreis, Hessen

17,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Werra-Meißner

Website

Praktische Tipps bei 17,3 °dH

Spülmaschine

Bei 17,3 °dH in Wehretal: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Wehretal liegt mit 17,3 °dH 1,6 °dH über dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Wehretal
17,3
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Wehretal liegt mit 17,3 °dH 2,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wehretal
17,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Eschwege 23,1 °dH hart
Meinhard 17 °dH hart
Meißner 17 °dH hart
Waldkappel 15,6 °dH hart
Ringgau 18,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wehretal

Der Werra-Meißner-Kreis ist ein Landstrich aus Buntsandstein, Muschelkalk und alten Ton- und Mergelschichten. Zwischen Meißner, Schlierbachswald und den Tälern von Wehre und Werra sickert Regenwasser nicht rasch ab, sondern nimmt auf seinem Weg durch die Gesteine viel Calcium und Magnesium mit. Genau dort liegt der Grund für den Härtewert von 17,3 °dH in Wehretal. Die Umgebung ist geologisch kein weicher Quellhorizont wie in vielen Mittelgebirgszügen Hessens, sondern ein Gebiet mit mineralreichen Schichten und kalkhaltigen Zonen, die das Wasser deutlich anreichern. Auch die Nähe zu den Flusstälern prägt die Herkunft des Trinkwassers: Das Wasser stammt aus lokalen Grundwasservorkommen, die in den wasserführenden Schichten des Tals und der Randhöhen gefasst werden. Hartes Wasser ist hier kein Zufall, sondern ein Spiegel der Gesteine unter den Wiesen und Feldern. Wehretal bezieht sein Trinkwasser über die Gemeinde aus den örtlichen Gewinnungsanlagen und dem Netz des regionalen Verbunds des Wasserverbands Werra-Meißner. Versorgt werden die Ortsteile aus Brunnen und Quellen im Gemeindegebiet und aus dem näheren Umland, die in das Verbundsystem eingespeist werden. Das ist typisch für diese Ecke des Kreisgebiets: Keine große Fernleitung aus einer Talsperre dominiert, sondern ein Mix aus lokalen Fassungen, die auf die geologischen Bedingungen vor Ort reagieren. So bleibt das Wasser ortsnah gewonnen und zugleich stabil verfügbar. Der geologische Untergrund wirkt dabei direkt auf den Geschmack und auf den Härtegrad, weil das Wasser in den kalk- und mineralhaltigen Schichten des Werra-Meißner-Raums länger unterwegs ist als in den sandigen Regionen Hessens. Im Vergleich zu vielen Orten in Nord- und Mittelhessen liegt Wehretal klar auf der harten Seite. In Gegenden mit mehr Sandstein, lockerem Löss oder weicherem Grundwasser fallen die Härtewerte oft niedriger aus. Hier dagegen zeigt sich die Landschaft des Werra-Meißner-Kreises deutlicher im Wasser: die Hügel um Eschwege, die Täler entlang der Wehre und die Ränder des Meißners stehen für mineralreiches Grundwasser. Das unterscheidet Wehretal auch von manchen Nachbarorten, die stärker von Mischwasser aus anderen Gewinnungszonen profitieren und dadurch etwas weichere Werte haben. Der Ort trägt damit die Handschrift seiner Böden und Gesteine sehr direkt im Trinkwasser.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Werra-Meißner

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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