Wasserhärte in Montabaur

PLZ 56410 · Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz

4,8 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Anzeige

Wasserversorger

Verbandsgemeindewerke Montabaur

Website

Praktische Tipps bei 4,8 °dH

Spülmaschine

Bei 4,8 °dH in Montabaur reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Montabaur liegt mit 4,8 °dH 8,5 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Montabaur
4,8
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Montabaur liegt mit 4,8 °dH 9,9 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Montabaur
4,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Dernbach (Westerwald) 6,6 °dH weich
Niederelbert 5,3 °dH weich
Heiligenroth 5,6 °dH weich
Staudt 5,8 °dH weich
Holler 7,6 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Montabaur

Montabaur sitzt auf dem Buntsandstein des Westerwaldes, unterbrochen von Tonschiefer, Basaltgängen und eiszeitlich umgelagerten Deckschichten aus Sand und Lehm. Diese Schichten stammen aus der langen Hebung des Rheinischen Schiefergebirges, später aus Verwitterung, Frostsprengung und der Umlagerung durch Bäche, die in die Geländemulden des Gelbbachs und seiner Zuflüsse eingeschnitten haben. Kalk spielt hier kaum eine Rolle; die Unterlage gibt dem Wasser wenig gelöste Mineralien mit. Darum bleibt der Härtewert bei 4,8 °dH weich. Die Böden speichern Regen gut, doch das Wasser sickert durch sandige Lagen rasch nach unten und löst nur wenig Calcium und Magnesium aus dem Gestein. Auch die Nähe zu den Tälern von Lahn und Rhein ändert daran wenig, weil Montabaur selbst auf dem wasserarmen Höhenrücken des Vorderen Westerwaldes liegt. Das Trinkwasser kommt aus den Gewinnungsanlagen des Zweckverbands Wasserversorgung Westerwald, der die Stadt und mehrere Orte im Umfeld versorgt. Das Netz speist sich aus tiefen Brunnen und Quellfassungen im Westerwald, vor allem aus den naturnahen Einzugsgebieten rund um Montabaur, Wirges und den Höhen zwischen dem Goldenen Grund und dem Gelbbachtal. Diese Vorkommen liefern ein kühles, mineralarmes Grundwasser, das wegen der geologischen Schichten nur schwach gepuffert ist und deshalb weich bleibt. Talsperrenwasser spielt hier keine tragende Rolle; prägend sind die lokalen Grundwasserleiter in Sandstein und Lockersedimenten. Der Versorger bereitet das Wasser auf und verteilt es über das regionale Leitungsnetz bis in die Haushalte der Stadt. Gegenüber den Nachbarorten zeigt sich Montabaur damit deutlich weicher als viele Gemeinden im südlichen Westerwald und auch weicher als Orte, die stärker von Kalkzugängen oder härter mineralisierten Tiefbrunnen geprägt sind. In Teilen von Rheinland-Pfalz liegen die Werte spürbar höher, etwa in Regionen am Haardtrand, im Kalkgebiet der Eifelrandzonen oder in Orten mit stärker kalkhaltigem Mischwasser aus Uferfiltrat. Montabaur bleibt dagegen ein Standort des Sandsteins und der sauberen Quell- und Brunnenwässer des Westerwaldes. Die Lage zwischen dem Schlossberg, den Höhen des Buchfinkentals und den randlichen Bachtälern hält das Wasser weich und verleiht dem Ort ein Versorgungsprofil, das sich klar vom mineralreicheren Landesteil südlich und westlich davon abhebt.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Verbandsgemeindewerke Montabaur

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber