Wasserhärte in Oberpöring

PLZ 94562 · Deggendorf, Bayern

20 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Landratsamt Deggendorf

Website

Praktische Tipps bei 20 °dH

Spülmaschine

Bei 20 °dH in Oberpöring: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Oberpöring liegt mit 20 °dH 2,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Oberpöring
20
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Oberpöring liegt mit 20 °dH 5,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Oberpöring
20
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wallerfing 14,1 °dH mittel
Wallersdorf 16,5 °dH hart
Aholming 13 °dH mittel
Otzing 14,1 °dH mittel
Buchhofen 15,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Oberpöring

Der Landkreis Deggendorf liegt an der Nahtstelle zwischen Bayerischem Wald und Donautal. Diese Landschaft prägt das Trinkwasser bis heute. Nördlich steigen kristalline Gesteine des Bayerischen Waldes an, südlich lagern im Niederbayerischen Tertiärhügelland mächtige Schichten aus Sand, Ton und Kies. Zwischen Donau, Isar und den kleineren Niederungen sammeln sich Grundwässer, die auf ihrem Weg viel Calcium und Magnesium aus den kalk- und mineralreichen Sedimenten lösen. Genau daraus erklärt sich in Oberpöring der hohe Härtewert von 20 °dH. Das Wasser bleibt nicht weich wie in manchen Quellgebieten des Bayerischen Waldes, sondern trägt die Signatur des Untergrunds aus den Schottern und Ablagerungen des Vorlandes. Oberpöring bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Oberpöringer Gruppe, der die örtliche Versorgung über Grundwasserbrunnen in den wasserführenden Schotter- und Sandlagen des Umfelds absichert. Die Förderung erfolgt aus Tiefbrunnen, von denen das Wasser nach Aufbereitung und Kontrolle in das Ortsnetz gelangt. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle. Der Versorger nutzt die ergiebigen, aber mineralreichen Grundwasserleiter zwischen den Ortschaften im Deggendorfer Umland und hält damit die Versorgung unabhängig von den Flüssen in der Ebene. Die Nähe zur Donau wirkt dabei indirekt mit, weil ihre Niederterrassen und begleitenden Kieskörper die Grundwasserströme im Landkreis mitformen. Der Unterschied zu vielen Orten am Rand des Bayerischen Waldes ist deutlich. Dort liefern kristalline Quellen oft deutlich weicheres Wasser, während Oberpöring mit seinem hart ausgeprägten Trinkwasser eher dem Donauraum und dem südlichen Gäu folgt. Auch gegenüber Nachbarorten im Landkreis Deggendorf fällt der Ort mit einem hohen Mineralgehalt auf, weil die örtlichen Grundwasserhorizonte stärker durch Kalk- und Mergelanteile aus den jüngeren Sedimenten beeinflusst sind. Oberpöring steht damit geologisch näher an den hartwassergeprägten Teilen Niederbayerns als an den weichen Quellgebieten des Waldgebirges. Der Ort trinkt kein Bergwasser aus dem Granit, sondern Grundwasser aus einem vom Vorland geprägten Untergrund.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Landratsamt Deggendorf

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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