Wasserhärte in Oberwiesenthal, Kurort

PLZ 09484 · Erzgebirgskreis, Sachsen

7,4 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge

Website

Praktische Tipps bei 7,4 °dH

Spülmaschine

Bei 7,4 °dH in Oberwiesenthal, Kurort reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Oberwiesenthal, Kurort liegt mit 7,4 °dH 7,4 °dH unter dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Oberwiesenthal, Kurort
7,4
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Oberwiesenthal, Kurort liegt mit 7,4 °dH 7,3 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Oberwiesenthal, Kurort
7,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Crottendorf 7,4 °dH weich
Bärenstein 7,4 °dH weich
Sehmatal 6,8 °dH weich
Jöhstadt 6,8 °dH weich
Scheibenberg 7,4 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Oberwiesenthal, Kurort

Unter Oberwiesenthal liegt kein Kalkzug und keine junge Moränenlandschaft, sondern das harte Rückgrat des Erzgebirges: vor allem Gneise, Glimmerschiefer und andere kristalline Gesteine, durchzogen von Erzgängen und von eiszeitlich verwittertem Schutt überdeckt. Diese Felsen sind arm an löslichem Kalk und geben dem Wasser kaum Mineralien mit. Dazu kommen die steilen Hänge zum Fichtelberg und die kurzen Bäche, die rasch abfließen und wenig Zeit haben, das Gestein zu lösen. So bleibt das Trinkwasser mit 7,4 °dH weich. Es trägt die Handschrift des Mittelgebirges: wenig Carbonat, wenig Kontaktfläche, viel Niederschlag, der schnell in Quellen und Fassungen gelangt. In den Böden der Hochlage, oft saure Verwitterungsdecken und Sandsteinreste aus Umlagerungen, steckt ebenfalls kaum kalkreiches Material, das die Härte anheben könnte. Das Wasser für den Kurort kommt aus lokalen Erzgebirgsquellen und Brunnen, die vom regionalen Netz des Zweckverbands Wasserwerke Westerzgebirge und der kommunalen Versorgung im Raum Oberwiesenthal gespeist werden. Die Gewinnung nutzt vor allem Quellwasser aus den hoch gelegenen Einzugsgebieten am Fichtelbergmassiv und aus Fassungen im Umland, bevor es über Aufbereitung und Speicher in den Ort gelangt. Talsperren wie im tieferen Erzgebirge prägen hier nicht das Bild; entscheidend sind die kleinen, klaren Quellhorizonte der Hochlagen, die von Regen und Schneeschmelze gespeist werden. Gerade diese Nähe zur Wasserscheide macht den Unterschied: Das Wasser bleibt kurz unterwegs, wird wenig durch Kalkadern geprägt und behält seine weiche, frische Charakteristik. Gegenüber Nachbarorten im Erzgebirgskreis zeigt sich Oberwiesenthal deutlich eigenständig. Tiefer gelegene Täler mit mehr Löss, Verwitterungslehm oder kalkhaltigen Beimengungen erreichen häufiger höhere Härten, während der Kurort auf dem Kamm des Gebirges vom kristallinen Untergrund profitiert. Auch im sächsischen Vergleich zählt Oberwiesenthal damit zu den weicheren Standorten, weil die großen Kalk- und Sedimenträume des Landes hier fehlen. Der Ort an der Grenze zu Tschechien lebt wassergeologisch von der Höhe, dem Fels und den kurzen Wegen der Quellen. Genau daraus kommt der niedrige Härtewert, den man im Netz am Fichtelberg ebenso wiederfindet wie in den Leitungen des Ortes.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber