Wasserhärte in Offenburg

PLZ 77652 · Ortenaukreis, Baden-Württemberg

9,1 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Offenburg

Website

Praktische Tipps bei 9,1 °dH

Spülmaschine

Bei 9,1 °dH in Offenburg: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Offenburg liegt mit 9,1 °dH 6,8 °dH unter dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Offenburg
9,1
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Offenburg liegt mit 9,1 °dH 5,6 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Offenburg
9,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ortenberg 9,9 °dH mittel
Schutterwald 10,3 °dH mittel
Hohberg 10,9 °dH mittel
Durbach 8 °dH weich
Ohlsbach 9,9 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Offenburg

Der Ortenaukreis liegt an einer geologischen Nahtstelle, an der der Schwarzwald steil abfällt und sich die Oberrheinebene öffnet. Zwischen kristallinen Gesteinen des Mittelgebirges, den Schottern der Kinzig und den mächtigen Kies- und Sandablagerungen der Rheinebene entstehen sehr unterschiedliche Grundwasserleiter. Genau diese Mischung prägt das Trinkwasser rund um Offenburg. Aus den Talfüllungen und dem Uferfiltrat der Kinzig lässt sich Wasser mit mittlerer Härte gewinnen, weil der Untergrund zwar Mineralien abgibt, aber nicht so stark kalkt wie die Randzonen des Albvorlands oder manche Versorgungsgebiete im Gäu. Die 9,1 °dH spiegeln damit das Zusammenspiel von Schwarzwaldzuflüssen, Rheinsedimenten und dem vergleichsweise kalkarmen Einzugsgebiet zwischen Offenburg, Hohberg und dem Kinzigtal wider. Offenburg selbst bezieht sein Trinkwasser über den Zweckverband Wasserversorgung Offenburg aus eigenen Grundwasserfassungen und Brunnen im Umfeld der Stadt und aus dem näheren Versorgungsraum der Kinzig-Aue. Die Gewinnung stützt sich auf tiefe Brunnen in den locker gelagerten Schichten der Rheinebene, ergänzt durch Wasser aus den durchlässigen Kiesen und Sanden, die von Kinzig und Nebenbächen aufgebaut wurden. Diese Vorkommen sind ergiebig, weil Flusswasser über weite Strecken versickern und sich reinigen kann, bevor es wieder gefasst wird. Der Versorger betreibt die Aufbereitung und Einspeisung ins Netz, sodass Offenburg nicht von entfernten Talsperren abhängig ist, sondern aus einem regionalen System lebt, das eng an die Landschaft der Ortenau gebunden ist. Im Vergleich mit Nachbarorten zeigt sich Offenburg in einer mittleren Zone. Richtung Schwarzwald, etwa in den höher gelegenen Orten des Kinzigtals, fällt das Wasser oft weicher aus, weil dort kristalline Gesteine den Kalkgehalt gering halten. In der Rheinebene und in Orten mit stärkerem Einfluss kalkreicher Schichten kann es härter werden. Gegenüber Teilen des restlichen Baden-Württemberg, etwa Gebieten mit Muschelkalk oder Juragestein, liegt Offenburg deshalb klar unter den härteren Bereichen. Gegenüber vielen Orten der Oberrheinebene bleibt das Wasser aber nicht extrem weich, weil die Kinzig und ihre kiesigen Auen dem Wasser mehr gelöste Mineralstoffe mitgeben. Offenburg steht damit typisch für die Ortenau: kein alpines Quellwasser, kein stark kalkiges Tiefenwasser, sondern ein regionales Trinkwasser aus Flussnähe und Grundwasser, das den Charakter der Landschaft direkt im Glas trägt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Offenburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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