Wasserhärte in Rainau

PLZ 73492 · Ostalbkreis, Baden-Württemberg

14,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Rombachgruppe

Website

Praktische Tipps bei 14,3 °dH

Spülmaschine

Bei 14,3 °dH in Rainau: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Rainau liegt mit 14,3 °dH 1,6 °dH unter dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Rainau
14,3
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Rainau liegt mit 14,3 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Rainau
14,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ellwangen (Jagst) 13,5 °dH mittel
Hüttlingen 14,4 °dH mittel
Neuler 13,6 °dH mittel
Westhausen 14,3 °dH hart
Lauchheim 16,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Rainau

Unter Rainau liegt eine Landschaft aus Kalk und Mergel, die vom Jurameer und später vom Eis der Kaltzeiten geformt wurde. Auf der östlichen Albhochfläche im Ostalbkreis stehen Gesteine des Weißen Jura an, darüber liegen vielerorts eiszeitliche Lockersedimente, die der Rückzug der Gletscher als Moränenmaterial und Schutt hinterlassen hat. Dazu kommen im Tal der Jagst jüngere Ablagerungen aus Sand, Kies und feinem Schluff. Diese Mischung prägt das Wasser, denn es sickert durch kalkreiche Schichten und löst dabei Kalzium und Magnesium heraus. So entsteht in Rainau ein harter Wert von 14,3 °dH. Die Jagst und die kleinen Zuflüsse rund um den Bucher Stausee liefern zwar die landschaftliche Bühne, aber nicht die Härte allein; entscheidend sind die kalkigen Böden und der Untergrund der Albkante, die das Wasser auf seinem Weg mineralisch anreichern. Gegenüber vielen Orten im württembergischen Alpenvorland mit teils noch härterem Wasser liegt Rainau im mittleren bis oberen Bereich, während manche Nachbarorte mit mehr Sandstein- oder Mischgrund etwas weicheres Wasser führen. Der Charakter des Orts ist damit klar ostalbtypisch: viel Kalk, wenig Weichzeichnung. Das Trinkwasser stammt aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Rombachgruppe, der Rainau mit aufbereitetem Grundwasser aus regionalen Brunnen versorgt. Die Förderung erfolgt aus dem Versorgungsgebiet zwischen Ellwangen, Neuler und Rainau, wo ergiebige Grundwasserleiter in den Talauen und Schotterkörpern genutzt werden. Das Wasser wird zentral überwacht und über das Leitungsnetz in die Ortsteile Schwabsberg, Saverwang, Buch und die übrigen Siedlungsbereiche eingespeist. Anders als Orte, die stark von Fernwasser aus dem Bodensee oder vom Donauried abhängen, bleibt Rainau bei einer Versorgung aus der näheren Umgebung. Das passt zur Geologie vor Ort: kurze Wege vom Untergrund bis zum Hahn, wenig Transport, aber ein klar kalkgeprägtes Profil. Darin unterscheidet sich Rainau auch von manchen Nachbarn auf der Schwäbischen Alb, wo Quellfassungen in Hochlagen dominieren, und von Gemeinden im weicheren Keuperland, deren Wasser meist weniger Mineralstoffe mitbringt. Der harte Wert ist hier deshalb kein Zufall, sondern ein direktes Ergebnis von Jurakalk, Moränenresten und grundwasserreichen Talräumen.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Rombachgruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber