Wasserhärte in Römhild

PLZ 98630 · Hildburghausen, Thüringen

22,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasser und Abwasser Suhl „Mittlerer Rennsteig“

Website

Praktische Tipps bei 22,9 °dH

Spülmaschine

Bei 22,9 °dH in Römhild: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Römhild liegt mit 22,9 °dH 2 °dH über dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Römhild
22,9
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Römhild liegt mit 22,9 °dH 8,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Römhild
22,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Dingsleben 21 °dH hart
Höchheim 25,3 °dH hart
Herbstadt 25,2 °dH hart
St.Bernhard 15,5 °dH hart
Trappstadt 24,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Römhild

Das Trinkwasser für Römhild kommt aus dem Netz des Zweckverbands Wasser und Abwasser Suhl „Mittlerer Rennsteig“, der die Versorgung im Landkreis Hildburghausen über regionale Fernleitungen und eigene Gewinnungsanlagen absichert. Das Rohwasser stammt aus tiefen Brunnen und Quellfassungen im südthüringischen Vorland, ergänzt durch die Aufbereitung von Mischwasser aus dem Gebiet um Schleusingen, Suhl und die wasserreichen Wald- und Muschelkalkzonen am Rand des Thüringer Waldes. Entscheidend ist dabei nicht ein einzelner See oder eine große Talsperre, sondern ein Verbund aus Grundwasser und Quellwasser, das aus den umliegenden Einzugsgebieten in das Versorgungsnetz eingespeist wird. Römhild liegt damit an einer Schnittstelle zwischen dem trockeneren Grabfeld und den wasserführenden Höhenzügen des Thüringer Waldes, und genau diese Lage prägt die Qualität des Leitungswassers vor Ort. Der Härtewert von 22,9 °dH hat seinen Ursprung in der Geologie des Grabfelds. Um Römhild bestimmen Muschelkalk, Gipskeuper und tonige Böden das Bild. Diese Gesteine geben Calcium und Magnesium an das Grundwasser ab, während Flüsse wie die Milz und die Wieda das Wasser nur langsam aus dem Untergrund lösen. In der Umgebung fehlen ausgedehnte, weiche Sandstein- oder Granitgebiete, wie sie in anderen Teilen Thüringens vorkommen. Stattdessen dominiert kalkreiches Gestein. Das Wasser bleibt auf seinem Weg durch Klüfte und Schichten lange im Kontakt mit dem Untergrund und nimmt dabei Mineralien auf. Darum ist Römhild deutlich härter als Orte im Thüringer Wald, wo Quellwasser oft weicher aus kristallinen Gesteinen kommt. Auch im Vergleich zu Nachbarorten im Grabfeld zeigt sich der Unterschied klar: Richtung Hildburghausen, Themar oder Bad Königshofen ist das Wasser je nach örtlicher Quelle ebenfalls mineralisch, doch Römhild liegt besonders nah an den kalkigen Hochflächen des Grabfelds und damit an einem Bereich mit ausgeprägt hartem Wasser. Der Unterschied zu vielen Thüringer Regionen ist spürbar. In Jena, Ilmenau oder in Teilen des Thüringer Schiefergebirges speisen oft Quellgebiete und Talsperrensysteme mit niedrigerer Härte die Netze. Römhild dagegen steht geologisch auf festem Kalkgrund. Das macht den Ort wasserwirtschaftlich eigenständig. Kein weiches Mittelgebirgswasser, sondern ein mineralreiches, aus dem südthüringischen Untergrund geprägtes Leitungswasser aus dem Netz des Zweckverbands Wasser und Abwasser Suhl „Mittlerer Rennsteig“. Genau diese Herkunft unterscheidet Römhild im Landkreis Hildburghausen deutlich von vielen anderen Orten in Thüringen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasser und Abwasser Suhl „Mittlerer Rennsteig“

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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