Wasserhärte in Gerabronn

PLZ 74582 · Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg

16 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Hohenloher Wasserversorgungsgruppe

Website

Praktische Tipps bei 16 °dH

Spülmaschine

Bei 16 °dH in Gerabronn: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Gerabronn liegt mit 16 °dH genau im Durchschnitt (15,9 °dH).

Gerabronn
16
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Gerabronn liegt mit 16 °dH 1,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gerabronn
16
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Langenburg 18,7 °dH hart
Blaufelden 13,7 °dH mittel
Rot am See 18,3 °dH hart
Kirchberg an der Jagst 13,8 °dH mittel
Ilshofen 13,8 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Gerabronn

Unter Gerabronn liegt kein junges Flussland, sondern ein Stück Hohenloher Schichtstufenlandschaft. Der Untergrund besteht vor allem aus Muschelkalk, darüber lagern Keupermergel, Tonsteine und einzelne Sandsteinlagen. Diese Schichten entstanden in urzeitlichen Flachmeeren und Lagunen und wurden später durch Hebung und Erosion freigelegt. Regenwasser sickert durch Kalk und Klüfte, nimmt dabei Calcium und Magnesium auf und kommt deshalb in Gerabronn hart aus dem Hahn. Der Wert von 16 °dH passt zu dieser Geologie: kalkreiches Gestein, wenig reine Sand- oder Moorböden und keine großen weichen Oberflächenwässer in unmittelbarer Nähe. Die kleinen Bäche der Umgebung, etwa Richtung Brettach und Jagst, prägen das Landschaftsbild, liefern aber nicht die weiche Grundlage, die man aus Schwarzwaldtälern kennt. Auch der Vergleich im Landkreis Schwäbisch Hall zeigt den Unterschied: In den tieferen Tallagen und an stärker von Quellen geprägten Orten schwankt die Härte oft anders, während Gerabronn klar im kalkgeprägten Bereich liegt. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem See oder einer Talsperre, sondern aus dem regionalen Verbund der Stadtwerke Crailsheim, die Gerabronn mit aufbereitetem Grund- und Quellwasser versorgen. Gefördert wird es aus Brunnen und Quellen im Versorgungsnetz der Region, bevor es über das Leitungsnetz in die Ortsteile gelangt. Diese Herkunft erklärt auch den festen, mineralreichen Charakter des Wassers. Die Versorgungsstruktur ist typisch für den Nordosten Baden-Württembergs: kurze Wege, lokale Gewinnungsgebiete, wenig Fernwasser. Gerade das unterscheidet Gerabronn von Orten, die an große Bodenseewasser- oder Donaunetzsysteme angeschlossen sind. Dort fällt die Härte oft deutlich anders aus. Hier bleibt sie vom Untergrund der Hohenloher Ebene geprägt, nicht von weit her herangeführtem Wasser. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten wirkt Gerabronn damit geologisch eigenständig. Die Stadt liegt auf einer Hochfläche zwischen den Tälern, nicht im weichen Schwemmland, und das spürt man im Wasser ebenso wie im Boden. Kalk, Mergel und Ton aus der Trias bestimmen die Mineralienfracht. Das macht den Unterschied zu tieferen Jagstorten mit stärkerem Einfluss von Auen und zu manchen Gemeinden Richtung Hohenloher Rand, wo andere Gesteinsfolgen oder Mischversorgungen die Härte verschieben. Gerabronn steht damit genau auf der kalkreichen Seite Baden-Württembergs: wenig Sand, viel Muschelkalk, dazu ein regionales Versorgungsnetz aus der Umgebung von Crailsheim. Der Härtewert von 16 °dH ist deshalb kein Zufall, sondern ein direkter Abdruck des Untergrunds unter der Stadt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Hohenloher Wasserversorgungsgruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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