Wasserhärte in Gornsdorf

PLZ 09390 · Erzgebirgskreis, Sachsen

7,5 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Erzgebirge Trinkwasser GmbH

Website

Praktische Tipps bei 7,5 °dH

Spülmaschine

Bei 7,5 °dH in Gornsdorf reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Gornsdorf liegt mit 7,5 °dH 7,3 °dH unter dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Gornsdorf
7,5
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Gornsdorf liegt mit 7,5 °dH 7,2 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gornsdorf
7,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Thalheim/Erzgeb. 7,4 °dH weich
Auerbach 7,4 °dH weich
Burkhardtsdorf 7,5 °dH weich
Jahnsdorf/Erzgeb. 7,4 °dH weich
Thum 7,4 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Gornsdorf

Unter Gornsdorf liegen vor allem metamorphen Gesteine des Erzgebirges: Gneis, Glimmerschiefer und kleinere Granite, die in langen Gebirgsbildungsphasen tief im Untergrund entstanden und später wieder freigelegt wurden. Darüber liegt nur eine dünne Decke aus Verwitterungslehm und Hangschutt, kein kalkreicher Untergrund wie in vielen Tieflandgebieten. Regenwasser sickert deshalb rasch durch klüftige Felszonen, nimmt aber nur wenig Calcium und Magnesium auf. Genau daraus ergibt sich die weiche Wasserhärte von 7,5 °dH. Auch die Bäche des oberen Erzgebirges, die das Wassergebiet um Auerbach, Gornsdorf und Burkhardtsdorf prägen, führen meist eher mineralarmes Niederschlagswasser aus den bewaldeten Höhen als hartes Grundwasser aus Kalkschichten. Die geologische Armut an löslichen Mineralen ist hier der eigentliche Grundwert des Trinkwassers. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Erzgebirgskreises und wird im Verbund von der Erzgebirge Trinkwasser GmbH bereitgestellt. Für Gornsdorf speist sich die Versorgung aus regionalen Brunnen und Quellfassungen im Obererzgebirge, ergänzt durch aufbereitetes Fernwasser aus den Verbundsystemen des Kreises. Die Mischung bleibt deshalb deutlich weicher als in den Löss- und Kalkräumen weiter nördlich. Nach Westen und Süden, etwa Richtung Chemnitz oder ins Lößgebiet des Erzgebirgsvorlandes, steigen die Härtewerte vielerorts schneller an, weil dort Böden und Schichten mehr gelöste Minerale abgeben. Gornsdorf liegt dagegen auf dem kristallinen Rücken des Erzgebirges. Das Wasser bleibt klar, eher arm an Kalk und geologisch nah an den Quellgebieten des Mittelgebirges. Der Unterschied zu den Nachbarorten ist im Alltag klein, in der Herkunft aber deutlich. Orte auf dem gleichen Höhenzug teilen meist ähnliche, weiche Werte, während tiefer liegende Gemeinden im Vorland oft härteres Wasser bekommen. Sachsenweit steht Gornsdorf damit auf der weichen Seite des Spektrums. Nicht die Elbeebene, nicht Kalkstein, nicht mächtige Moränen bestimmen hier das Bild, sondern das alte Grundgebirge des Erzgebirges. Genau diese Herkunft macht 7,5 °dH plausibel und setzt Gornsdorf von vielen Teilen des Landkreises ab, in denen der Untergrund mehr Mineralien an das Trinkwasser abgibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Erzgebirge Trinkwasser GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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