Wasserhärte in Jahnsdorf/Erzgeb.

PLZ 09387 · Erzgebirgskreis, Sachsen

7,4 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Regionaler Zweckverband Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau

Website

Praktische Tipps bei 7,4 °dH

Spülmaschine

Bei 7,4 °dH in Jahnsdorf/Erzgeb. reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Jahnsdorf/Erzgeb. liegt mit 7,4 °dH 7,4 °dH unter dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Jahnsdorf/Erzgeb.
7,4
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Jahnsdorf/Erzgeb. liegt mit 7,4 °dH 7,3 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Jahnsdorf/Erzgeb.
7,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Thalheim/Erzgeb. 7,4 °dH weich
Gornsdorf 7,5 °dH weich
Neukirchen/Erzgeb. 7,4 °dH weich
Niederdorf 7,4 °dH weich
Stollberg/Erzgeb. 7,4 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Jahnsdorf/Erzgeb.

22,7 °dH — was steckt dahinter? Unter Jahnsdorf/Erzgeb. prägt das Erzgebirgsvorland die Wasserqualität, doch nicht mit sehr hartem Grundwasser, sondern mit vergleichsweise weichen Zuflüssen aus dem lokalen Versorgungsnetz. Die Landschaft am Westhang des Erzgebirges besteht hier vor allem aus Gneis, Glimmerschiefer und verwitterten Festgesteinen, die nur wenig Kalk und Magnesium abgeben. Auch die Böden über den Tälern von Würschnitz und Zwönitz sind eher sandig bis lehmig und speichern Regenwasser, statt es mit vielen gelösten Mineralien anzureichern. Deshalb fällt das Wasser in Jahnsdorf deutlich weicher aus als in Gebieten mit mächtigen Kalk- oder Muschelkalkschichten. Die nahe Erzgebirgsabdachung wirkt wie eine Sammelzone: Niederschläge versickern rasch, werden in tieferen Schichten gefasst und gelangen mineralarm in die Aufbereitung. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer einzelnen Quelle im Ort, sondern aus dem Netz des regionalen Versorgers, der die Gemeinde mit aufbereitetem Mischwasser aus Erzgebirgsbrunnen und Talsperrenwasser speist. Zuständig ist der Wasserzweckverband ZWA Hainichen, der die Belieferung im westlichen Erzgebirgsvorland organisiert. Das Wasser wird aus gefassten Grundwasserbrunnen und Quellfassungen im Umfeld der regionalen Einzugsgebiete gewonnen und vor der Einspeisung in das Leitungsnetz aufbereitet. So erreicht Jahnsdorf ein weiches Niveau, das sich klar von Orten mit stärker mineralisierten Rohwässern unterscheidet. Die Nähe zu den Tälern von Würschnitz und Zwönitz sorgt dabei eher für frisches, bewegtes Wasser aus dem Mittelgebirgsraum als für hartes Tieflandwasser. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten im Erzgebirgskreis liegt Jahnsdorf damit auf der weicheren Seite. In höher gelegenen Bergorten mit längerer Durchströmung von klüftigem Festgestein und in Teilen Sachsens mit kalkärmeren, aber stärker grundwassergeprägten Versorgungen schwanken die Härtewerte oft anders. Jahnsdorf profitiert von der Mischung aus Mittelgebirgslage, gering kalkhaltigen Gesteinen und einem regional gesteuerten Verbundnetz. Das Ergebnis ist ein ortstypisches Trinkwasser, das sich deutlich von härteren Regionen des Freistaats absetzt und die geologische Signatur des Erzgebirgsvorlands direkt ins Glas bringt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Regionaler Zweckverband Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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