Wasserhärte in Taunusstein

PLZ 65232 · Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen

17,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Taunusstein

Website

Praktische Tipps bei 17,8 °dH

Spülmaschine

Bei 17,8 °dH in Taunusstein: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Taunusstein liegt mit 17,8 °dH 2,1 °dH über dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Taunusstein
17,8
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Taunusstein liegt mit 17,8 °dH 3,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Taunusstein
17,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bad Schwalbach 15,1 °dH hart
Schlangenbad 18,9 °dH hart
Hohenstein 17,8 °dH hart
Wiesbaden 18 °dH hart
Niedernhausen 15,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Taunusstein

Unter Taunusstein liegt kein junges Lockersediment, sondern der harte Untergrund des Rheinischen Schiefergebirges. Vor allem devonischer Quarzit, Tonschiefer und grauwackeartige Sandsteine prägen den Boden, entstanden aus alten Meeresablagerungen, die später gefaltet, gehoben und zerbrochen wurden. In den Tälern haben sich darüber nur dünne Verwitterungsdecken aus Sand, Lehm und etwas Löss gelegt. Kalk fehlt weitgehend. Darum nimmt das Regenwasser auf seinem Weg durch den Untergrund nur wenig Calcium und Magnesium auf, anders als in Gegenden mit Kalkstein. Der Härtewert von 17,8 °dH passt zu diesem Mischbild aus schieferigem Grundgebirge und einzelnen mineralreichen Quellschichten. Auch die Bäche, die Richtung Aar und in die Seitentäler ziehen, spülen kein kalkreiches Wasser aus mächtigen Karstkörpern nach, sondern eher ein mittel bis stark mineralisiertes Mittelgebirgswasser. Das Trinkwasser kommt aus dem Verbund der Stadtwerke Taunusstein, gespeist aus eigenen Quellen und Brunnen im Taunus sowie aus Aufbereitung und Zukauf im regionalen Netz. Typisch sind Quellfassungen in den bewaldeten Höhenzügen des westlichen Hintertaunus und Tiefbrunnen in den Talräumen, deren Wasser je nach Ortsteil gemischt wird. Ein Teil stammt aus der Taunusstein-Versorgung mit ihren örtlichen Gewinnungsanlagen, ein Teil aus dem überregionalen Netz des Zweckverbands Wasserwerk Niedernhausen und benachbarter Lieferstrukturen im Rheingau-Taunus-Kreis. So bleibt die Versorgung nah am Ort und zugleich an das größere Verbundsystem angeschlossen. Die Mineralisierung steigt dabei vor allem durch den langen Kontakt mit den schieferigen Gesteinen und den bodennahen Schichten im Einzugsgebiet. Gegenüber Wiesbaden, das stärker vom Rheintal und von anderen Mischungen aus Quell- und Verbundleitungen geprägt ist, wirkt Taunusstein merklich härter und bergiger. Gegenüber Orten im Main-Taunus-Kreis oder in den kalkärmeren Teilen Südhessens fällt die Wasserhärte hier höher aus, weil die Taunussteiner Untergründe nicht aus jungen Kalken, sondern aus altem Festgestein mit wechselnden Mineralanteilen bestehen. Im Rheingau-Taunus-Kreis ist das ein typisches Mittelgebirgsmuster: kein weiches Schwarzwaldwasser, kein kalkreicher Rheinkalk, sondern ein Wasser, das den steinigen Taunuskamm und seine Quellhorizonte deutlich im Glas trägt. Taunusstein steht damit zwischen Quellfrische und Mineralgehalt, geprägt von Höhenlage, Schiefer, Quarzit und einem regionalen Versorgungsnetz, das die Ortsteile verbindet.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Taunusstein

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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