Wasserhärte in Müssen

PLZ 21516 · Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein

13,4 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Holsteiner Wasser GmbH

Website

Praktische Tipps bei 13,4 °dH

Spülmaschine

Bei 13,4 °dH in Müssen: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Müssen liegt mit 13,4 °dH genau im Durchschnitt (13,9 °dH).

Müssen
13,4
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Müssen liegt mit 13,4 °dH 1,3 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Müssen
13,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Schulendorf 12,5 °dH mittel
Klein Pampau 12,4 °dH mittel
Groß Pampau 12,4 °dH mittel
Büchen 13,4 °dH mittel
Sahms 11,7 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Müssen

Müssen liegt deutlich über dem schleswig-holsteinischen Durchschnitt, der vielerorts eher im weichen bis mittleren Bereich bleibt. Der Wert von 13,4 °dH passt zu einem Ort im südöstlichen Landesteil, wo das Trinkwasser nicht aus reinen Sand- oder Moorgebieten stammt, sondern aus grundwasserführenden Schichten mit spürbarem Kalk- und Mineralanteil. Im Herzogtum Lauenburg prägen eiszeitliche Ablagerungen den Untergrund: Geschiebemergel, Sande, Kiese und darunter oft kalkhaltige Schichten aus der Kreidezeit. Solches Gestein gibt beim Kontakt mit Grundwasser Calcium- und Magnesiumionen ab. Auch die Nähe zu den Niederungen von Elbe, Stecknitz und den Seenplatten des Kreises wirkt mit, weil hier Wasser seit Jahrtausenden durch wechselnde Sedimente sickert und dabei Mineralien aufnimmt. Darum ist Müssens Wasser spürbar härter als in Teilen der Westküste oder auf den Geestflächen weiter nördlich. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus regionalen Grundwasserbrunnen des örtlichen Versorgers. Zuständig ist die Vereinigte Stadtwerke Netz GmbH, die im Herzogtum Lauenburg die Versorgung organisiert und das Wasser aus Tiefbrunnen in den wasserreichen Schichten des Kreises fördert. Diese Brunnen erschließen die glazialen Sand- und Kiesschichten, die das Wasser natürlich filtern und mit Mineralstoffen anreichern. Im Vergleich zu Orten im nördlichen Schleswig-Holstein, wo teils sehr weiches Wasser aus jungen Sandablagerungen dominiert, liegt Müssen klar im mittleren Bereich. Gegenüber Nachbarorten im Lauenburger Raum fällt der Unterschied meist klein aus, doch Richtung Geest und Küstenraum sinkt die Härte oft merklich ab, während im Elbraum und in den kalkreicheren Untergründen des Südostens ähnliche Werte häufiger vorkommen. Müssen steht damit typologisch zwischen den sehr weichen Wasserzonen des Landes und den härteren Lagen des südöstlichen Schleswig-Holstein. Der Ort profitiert von einem Grundwasser, das in den eiszeitlichen Schichten lange gereift ist und deshalb mehr Mineralien trägt als viele nordfriesische oder ostholsteinische Versorgungsgebiete. Das ist ein direktes Ergebnis der Landschaft um Büchen, Schwarzenbek und den Lauenburger Niederungen: keine reine Sandkante, kein Moorgebiet, sondern ein Untergrund mit wechselnden Schichten, die das Wasser mineralischer machen. Genau darin liegt der lokale Unterschied. Müssen hat kein Küstenwasser und kein Oberflächenwasser aus großen Speicheranlagen, sondern regional gefördertes Grundwasser aus dem südlichen Binnenland Schleswig-Holsteins, geprägt von der Geologie des Herzogtums Lauenburg.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Holsteiner Wasser GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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