Wasserhärte in Dinkelscherben

PLZ 86424 · Augsburg, Bayern

15,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Dinkelscherbener Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 15,9 °dH

Spülmaschine

Bei 15,9 °dH in Dinkelscherben: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Dinkelscherben liegt mit 15,9 °dH 1,4 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Dinkelscherben
15,9
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Dinkelscherben liegt mit 15,9 °dH 1,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Dinkelscherben
15,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ustersbach 14,1 °dH mittel
Zusmarshausen 14 °dH mittel
Schmellerforst 15,9 °dH hart
Ziemetshausen 14,4 °dH mittel
Fischach 15,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Dinkelscherben

Unter Dinkelscherben liegt kein reines Kalkland, sondern ein geologischer Übergangsraum am Rand des Naturparks Augsburg Westliche Wälder. Der Untergrund wird von Molasse, Sanden, Kiesen und tonigen Mergeln geprägt, darüber lagerten sich in den Kaltzeiten Schotter und eiszeitliche Ablagerungen aus dem Lechtal und den Vorbergen der Schwäbischen Alb. Aus solchen Schichten sickert Niederschlagswasser rasch in den Boden, löst dabei Calcium und Magnesium aus kalkhaltigen Bestandteilen und sammelt sich in Grundwasserleitern, die im westlichen Landkreis Augsburg vielerorts hartes Wasser liefern. Genau diese Mischung aus karbonatreichen Ablagerungen, lehmigen Deckschichten und dem Kontakt zu älteren Ablagerungen im Untergrund sorgt in Dinkelscherben für den Härtewert von 15,9 °dH. Die Zusam und ihre Seitentäler schneiden zwar das Relief, doch sie bringen kein weiches Bergwasser, sondern Grundwasser, das bereits auf seinem Weg durch Kies, Sand und mergelige Lagen Mineralien aufgenommen hat. Das Trinkwasser kommt aus dem örtlichen Versorgungsnetz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Dinkelscherbener Gruppe. Gefördert wird es aus tiefen Brunnen im Gemeindegebiet und im nahen Umfeld, gespeist von den grundwasserführenden Schotter- und Kieskörpern des Zusam- und Schmutterraums. Diese Brunnen nutzen kein Fernwasser und keine Talsperre, sondern lokale Vorkommen, die unter den Hügeln zwischen Dinkelscherben, Anried, Häder, Oberschöneberg und Ustersbach liegen. Der Versorger bereitet das Wasser im Rahmen der üblichen Aufbereitung auf und verteilt es direkt in die Haushalte. Der Charakter des Wassers bleibt dabei deutlich regional: mineralisch, kalkreich und von den geologischen Schichten des westlichen Landkreisgebiets gezeichnet. Gegenüber vielen Nachbarorten im Augsburger Umland fällt Dinkelscherben mit seinem harten Wasser klar auf, weil Orte näher an den großen Lechschotterflächen oft ebenfalls hartes, aber teils noch mineralreicheres Grundwasser haben, während weiter westlich in den voralpinen Zuflussgebieten einzelne Gemeinden schon weichere Werte erreichen. Bayernweit liegt Dinkelscherben damit auf der harten Seite des Spektrums, weit entfernt von den weichen Werten in manchen Mittelgebirgs- oder Quellgebieten. Der Unterschied kommt nicht aus der Leitung, sondern aus dem Boden unter den Füßen: Wer hier trinkt, bekommt Wasser aus einer Landschaft aus Molasse, Schotter, Mergel und Waldhügeln, die seit der Eiszeit Mineralien speichert und an das Grundwasser abgibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Dinkelscherbener Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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