Wasserhärte in Insel Poel, Ostseebad

PLZ 23999 · Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern

16,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Wismar GmbH

Website

Praktische Tipps bei 16,1 °dH

Spülmaschine

Bei 16,1 °dH in Insel Poel, Ostseebad: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Insel Poel, Ostseebad liegt mit 16,1 °dH 1,7 °dH unter dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Insel Poel, Ostseebad
16,1
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Insel Poel, Ostseebad liegt mit 16,1 °dH 1,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Insel Poel, Ostseebad
16,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Blowatz 16,8 °dH hart
Krusenhagen 16,8 °dH hart
Boiensdorf 16,8 °dH hart
Zierow 16,4 °dH hart
Neuburg 16,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Insel Poel, Ostseebad

Unter Insel Poel liegt kein festes Mittelgebirge, sondern ein eiszeitlicher Stapel aus Sand, Geschiebemergel, Ton und Geschieben, den das Inlandeis aus Skandinavien herangeschoben und nach dem Abschmelzen als Moränenlandschaft zurückgelassen hat. Diese Schichten prägen auch die Trinkwasserhärte von 16,1 °dH. In den kalkhaltigen Lagen des Grundmoränenuntergrunds löst das Wasser über lange Zeit Calcium und Magnesium aus den Sedimenten. Hinzu kommen die jungen, lockeren Sande an der Küste und in den Niederungen, die Regenwasser rasch versickern lassen, sodass es auf seinem Weg durch den Untergrund viel Kontakt mit mineralischem Material bekommt. Flüsse direkt auf der Insel fehlen; der geologische Austausch läuft über die Grundwasserleiter, nicht über Oberflächengewässer. Darum zeigt Poel ein hartes Wasserbild, das stärker vom geologischen Erbe der Eiszeit geprägt ist als von einem einzelnen Bach oder See. Das Trinkwasser kommt nicht aus Talsperren oder Quellen, sondern aus örtlich gefassten Grundwasserbrunnen im Versorgungsnetz der Stadtwerke Wismar. Zuständig ist die Stadtwerke Wismar GmbH, die auch die Insel über das Leitungsnetz im Landkreis Nordwestmecklenburg mit Wasser versorgt. Auf Poel wird das Wasser aus dem regionalen Grundwasserangebot gespeist, das unter den landwirtschaftlich genutzten Flächen, den Moränenrücken und den Niederungen zwischen Kirchdorf, Timmendorf und den übrigen Ortsteilen ansteht. Die Insel hängt damit an einem System, das auf tiefere Grundwasserhorizonte setzt, nicht auf Fernwasser aus großen Flussgebieten. Gerade diese lokale Förderung passt zu der Küsteninsel mit ihrer dünnen Deckschicht aus Sand und Geschiebemergel. Im Vergleich zu vielen Orten im übrigen Mecklenburg-Vorpommern steht Insel Poel mit 16,1 °dH eher am oberen Rand. Zahlreiche Städte und Gemeinden im Land beziehen weicheres Wasser aus sandigen Grundwasserleitern oder aus stärker geschützten Fassungen, während Poel den Einfluss der kalk- und mergelreichen Eiszeitablagerungen deutlich spürt. Gegenüber den Nachbarorten an der Wismarer Bucht fällt die Insel durch ihr maritim geprägtes, aber geologisch hartes Wasser auf. Die Küste liefert Salzluft, der Untergrund liefert Härte. Genau diese Kombination macht das Trinkwasser von Poel so eigenständig im Vergleich zu den flachgründigen Sandflächen des Umlands und zu Orten, deren Wasser aus anderen Grundwasserfeldern mit geringerem Kalkanteil stammt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Wismar GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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