Wasserhärte in Kinsau

PLZ 86981 · Landsberg am Lech, Bayern

19 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtwerke Landsberg am Lech

Website

Praktische Tipps bei 19 °dH

Spülmaschine

Bei 19 °dH in Kinsau: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Kinsau liegt mit 19 °dH 1,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Kinsau
19
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Kinsau liegt mit 19 °dH 4,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kinsau
19
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Apfeldorf 19,5 °dH hart
Hohenfurch 19,5 °dH hart
Reichling 19,5 °dH hart
Denklingen 19,8 °dH hart
Rott 19,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kinsau

Das Trinkwasser für Kinsau kommt über die Lechwerke aus dem Lechfeld und aus dem Wasserwerk der Stadtwerke Landsberg am Lech. Gefördert wird dort vor allem Grundwasser aus tiefen Brunnen im Schotterkörper zwischen Lech und Ammer, gespeist von den mächtigen Kies- und Sandablagerungen des Alpenvorlands. Genau diese Schichten prägen auch den Härtewert von 19 °dH. Regen und Schmelzwasser versickern in den durchlässigen Schottern, nehmen dabei Calcium und Magnesium aus den kalkreichen Gesteinen der nördlichen Kalkalpen auf und gelangen als mineralreiches Grundwasser wieder in die Gewinnungsanlagen. Der Lech selbst hat die Landschaft über Jahrtausende mit Kies aufgefüllt. Rund um Kinsau sitzen darüber Moränen, Schotterterrassen und kalkhaltige Sedimente, die das Wasser deutlich härter machen als in den granit- oder sandsteinreichen Regionen Nordbayerns. Kinsau liegt damit in einem Versorgungsraum, der eng mit dem Lech verbunden ist. Anders als viele Orte im bayerischen Wald oder in Teilen Frankens, die weicheres Wasser aus Quellfassungen, Hochbehältern oder tieferen, mineralärmeren Grundwasserleitern beziehen, kommt hier ein deutlich kalkreicheres Alpenvorlandwasser an. Auch gegenüber manchen Nachbarorten im Landkreis Landsberg am Lech fällt der Unterschied auf, weil die örtlichen Brunnen und Verbundleitungen aus dem Lechschotter gespeist werden und nicht aus weiten Fernwassersystemen mit geringerem Mineralgehalt. Der Härtewert von Kinsau spiegelt damit die Landschaft direkt wider: den Lech als formenstarken Fluss, die kiesigen Talfüllungen, die kalkigen Böden und die Nähe zum Alpenrand. Wer die Herkunft des Wassers kennt, liest im Glas ein Stück Lechtal und Voralpenraum mit.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Landsberg am Lech

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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