Wasserhärte in Levenhagen

PLZ 17498 · Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern

20,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste

Website

Praktische Tipps bei 20,8 °dH

Spülmaschine

Bei 20,8 °dH in Levenhagen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Levenhagen liegt mit 20,8 °dH 3 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Levenhagen
20,8
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Levenhagen liegt mit 20,8 °dH 6,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Levenhagen
20,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hinrichshagen 19,1 °dH hart
Wackerow 19,1 °dH hart
Dersekow 18 °dH hart
Greifswald, Universitäts- und Hansestadt 19,1 °dH hart
Mesekenhagen 22,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Levenhagen

20,8 °dH — was steckt dahinter? Unter Levenhagen prägen eiszeitliche Ablagerungen den Weg des Wassers. Der Ort liegt auf norddeutschem Grund aus Geschiebemergel, Sanden und tonigen Schichten, die aus der letzten Eiszeit stammen. Regenwasser sickert dort nicht schnell ab, sondern nimmt auf dem Weg in die Tiefe Kalk aus den Lockersedimenten auf. Auch der Einfluss des Peenestroms und der breiteren Grundwasserlandschaft in Vorpommern-Greifswald sorgt dafür, dass das Rohwasser mineralreich bleibt. Die Nähe zur Greifswalder Boddenküste ändert daran wenig; entscheidend ist der Untergrund, nicht das Oberflächenwasser an der Küste. Darum liegt Levenhagen klar im harten Bereich, obwohl die Landschaft flach wirkt und keine Gebirge im Spiel sind. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz der Wasserwerke, die für die Gemeinde Levenhagen über die Stadtwerke Greifswald versorgen. Genutzt werden Grundwasserbrunnen in den regionalen Gewinnungsgebieten des Greifswalder Umlands, aufbereitet und ins Leitungsnetz eingespeist. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle. Quellen sind in dieser Ecke Vorpommerns nicht der prägende Faktor, sondern tiefe Brunnen in den sandigen Grundwasserleitern. Levenhagen hängt damit an einem Versorgungsraum, der eng mit Greifswald verbunden ist und technisch auf mehrere Brunnenstandorte im Umland setzt, statt auf weit entfernte Wasserreservoirs. Der Unterschied zu vielen Nachbarorten liegt im Detail des Untergrunds. Zwischen Greifswald, Neuenkirchen, Hinrichshagen und den Dörfern Richtung Gützkow wechseln die Härtewerte je nach Brunnenfeld und Sedimentschicht, doch Levenhagen bleibt mit 20,8 °dH deutlich auf der harten Seite. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt von Mecklenburg-Vorpommern, der vielerorts eher im mittleren Bereich liegt, bringt Levenhagen mehr Kalk mit. Das passt zur Geologie des südlichen Vorpommern-Greifswald, wo eiszeitliche Moränen, Sandrücken und kalkhaltige Schichten das Wasser prägen. Wer hier den Hahn aufdreht, bekommt kein weiches Küstenwasser, sondern ein regional typisches Produkt aus dem märkisch-vorpommerschen Untergrund.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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