Wasserhärte in Niedertaufkirchen

PLZ 84494 · Mühldorf a.Inn, Bayern

18,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Heimberggruppe

Website

Praktische Tipps bei 18,9 °dH

Spülmaschine

Bei 18,9 °dH in Niedertaufkirchen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Niedertaufkirchen liegt mit 18,9 °dH 1,6 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Niedertaufkirchen
18,9
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Niedertaufkirchen liegt mit 18,9 °dH 4,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Niedertaufkirchen
18,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Pleiskirchen 18,9 °dH hart
Niederbergkirchen 15 °dH hart
Neumarkt-Sankt Veit, St 17,1 °dH hart
Erharting 19 °dH hart
Massing 16,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Niedertaufkirchen

18,9 °dH: hartes Wasser, und in Niedertaufkirchen ist dieser Wert ein direktes Ergebnis der Landschaft im südöstlichen Landkreis Mühldorf a.Inn. Zwischen den sanften Moränenzügen des Alpenvorlands und den eiszeitlich geprägten Schottern liegen keine großen Kalkgebirge, aber viele wasserlösliche Mineralien in den lockeren Ablagerungen. Regen und Sickerwasser nehmen auf ihrem Weg durch diese Schichten Calcium und Magnesium auf. Dazu kommt das Grundwasser aus den kiesigen Tal- und Niederungsbereichen, das in der Region oft lange mit karbonathaltigem Material in Kontakt steht. Der Inn prägt den Kreis als großer Fluss, doch Niedertaufkirchen selbst liegt nicht am Flussufer, sondern im welligen Hügelland, wo die unterirdischen Wasserwege über Hangschichten, Schotter und tertiäre Sedimente laufen. Genau daraus speist sich die Härte, die hier deutlich über dem bayerischen Durchschnitt vieler reiner Quellgebiete liegt. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus örtlicher Grundwassergewinnung und dem Verbund der kommunalen Versorgung im Umfeld von Mühldorf a.Inn. Zuständig ist die Wasserversorgung im Bereich des Zweckverbands, der die Gemeinde mit Brunnenwasser aus den tieferen, geschützten Aquiferen versorgt. Diese Brunnen greifen auf das regionale Grundwasserreservoir zu, das in den durchlässigen Kiesen und Sanden des Voralpenlands gespeichert ist. Oberflächenwasser aus der Isen, aus kleineren Gräben oder aus dem Inn selbst spielt hier keine Rolle als Trinkwasserquelle, sondern nur die unterirdischen Schichten, die nach langen Wegstrecken gefiltert und zugleich mineralisiert ankommen. Darum zeigt das Netz in Niedertaufkirchen einen klaren, geologisch geprägten Charakter, statt einen von Fernwasser oder Speichersee bestimmten. Gegenüber Nachbarorten im Landkreis fällt Niedertaufkirchen mit seinem harten Wasser in das Bild des östlichen Mühldorfer Hügellands: ähnlich mineralreich wie in mehreren Orten zwischen Vils- und Isental, aber meist etwas härter als in Gemeinden, die näher an stärker durchströmten Auen oder an Mischversorgungen liegen. Bayernweit steht der Ort damit nicht allein, doch viele Regionen mit alpinem Quell- oder Fernwasser erreichen deutlich weichere Werte. Hier dominiert das lokale Grundwasser aus kalk- und mineralführenden Sedimenten. Der Unterschied ist im Ortsbild unsichtbar, im Wasser aber klar messbar: Niedertaufkirchen trinkt kein besonders weiches Bergwasser, sondern ein bodenständiges, geologisch gereiftes Grundwasser aus dem Vorland der Alpen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Heimberggruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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