Wasserhärte in Aiglsbach

PLZ 84089 · Kelheim, Bayern

15,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Hallertau

Website

Praktische Tipps bei 15,8 °dH

Spülmaschine

Bei 15,8 °dH in Aiglsbach: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Aiglsbach liegt mit 15,8 °dH 1,5 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Aiglsbach
15,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Aiglsbach liegt mit 15,8 °dH 1,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Aiglsbach
15,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Dürnbucher Forst 16,9 °dH hart
Geisenfeld, St 16 °dH hart
Mainburg, St 16 °dH hart
Münchsmünster 10,1 °dH mittel
Elsendorf 15,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Aiglsbach

Aiglsbach liegt beim Trinkwasser spürbar über dem bayerischen Mittel und auch über vielen Orten im nördlichen Landkreis Kelheim. Mit 15,8 °dH zählt das Wasser hier klar zur harten Seite. Der Grund sitzt tief im Untergrund des Hallertauer Hügellands. Unter den Feldern und Dörfern liegen Kalk- und Dolomitgesteine des süddeutschen Schichtstufenlandes, dazu verkarstete Schichten, aus denen Grundwasser reich an Calcium und Magnesium nach oben gelangt. Anders als in den Alpenrandgemeinden mit weicherem Schmelzwasser oder in Bereichen mit sandigeren Deckschichten prägen hier die karbonatischen Gesteine das Wasserbild. Die Nähe zum Abens- und Laabertal bringt zwar Talzüge und kleinere Zuflüsse in die Landschaft, doch das Trinkwasser stammt nicht aus Flüssen, sondern aus dem Grundwasserstock, der sich in den Kalklagen und Schottern der Umgebung bildet. Versorgt wird Aiglsbach über den Zweckverband zur Wasserversorgung der Hallertau, der die Ortsteile und Nachbarorte im westlichen und mittleren Hallertauer Raum mit Trinkwasser beliefert. Das Wasser kommt aus tiefen Brunnen im Verbandsgebiet, nicht aus einer Talsperre und nicht aus Fernwasserleitungen. Entscheidend sind die regionalen Grundwasserleiter zwischen Aiglsbach, Mainburg, Siegenburg und Pfeffenhausen, also dort, wo Regenwasser durch die kalkigen Böden versickert und mineralisch aufgeladen wieder gefasst wird. Diese Herkunft erklärt die Härte deutlich besser als eine bloße Messzahl. Je länger Wasser durch Kalkstein, Mergel und Dolomit strömt, desto mehr Härtebildner nimmt es auf. Im Vergleich zu vielen Orten in Oberbayern mit niedrigerem Härtegrad fällt Aiglsbach deutlich härter aus, liegt aber auch nicht am oberen Rand des Landkreises. Der Raum um Abensberg und Mainburg zeigt ebenfalls oft mittlere bis harte Werte, während einzelne Gemeinden mit anderen geologischen Schichten etwas weicheres Wasser haben. Aiglsbach steht damit typisch für die Hallertau: ein ländlicher Ort auf kalkreichem Untergrund, gespeist aus regionalem Grundwasser, ohne großen Fluss als Trinkwasserquelle und ohne alpine Einflüsse. Die Lage zwischen den Hügeln des Landkreises Kelheim macht den Unterschied zu Orten mit Donau-Nähe, Moorböden oder Sanddecken deutlich sichtbar.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Hallertau

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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