Wasserhärte in Kirchheim unter Teck

PLZ 73230 · Esslingen, Baden-Württemberg

18 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtwerke Kirchheim unter Teck

Website

Praktische Tipps bei 18 °dH

Spülmaschine

Bei 18 °dH in Kirchheim unter Teck: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Kirchheim unter Teck liegt mit 18 °dH 2,1 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Kirchheim unter Teck
18
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Kirchheim unter Teck liegt mit 18 °dH 3,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kirchheim unter Teck
18
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Dettingen unter Teck 17 °dH hart
Notzingen 15,8 °dH hart
Wernau (Neckar) 15,8 °dH hart
Hochdorf 15,1 °dH hart
Holzmaden 15,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kirchheim unter Teck

Kirchheim unter Teck liegt am Rand der Schwäbischen Alb, dort wo der Albtrauf steil aufragt und darunter Schichten aus Kalk, Mergel und tonigem Material das Wasser prägen. Der Untergrund ist kein reiner Sandboden, sondern ein Wechsel aus verkarstetem Kalkstein der Alb und jüngeren Ablagerungen aus dem Neckarraum. Regen versickert auf den Höhen rasch im Kalk, löst unterwegs Mineralien und tritt erst weiter unten wieder aus. Dazu kommen die Täler von Lauter und Lindach, die das Wasser aus dem Umland sammeln und durch ihre Böden zusätzlich mit Härtebildnern anreichern. Genau deshalb liegt Kirchheim unter Teck bei 18 °dH und damit im harten Bereich. Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch Kalk und mergelige Schichten vor allem Calcium und Magnesium auf, die in dieser Landschaft reichlich vorhanden sind. Südlich und östlich der Stadt dominiert die Alb mit ihrem Kalkstein, nördlich und westlich greifen die weicheren Schichten des Albvorlands und der Filderebene ineinander. Dieser geologische Übergang macht das Wasser ortsnah deutlich mineralischer als in Gegenden mit granitischem oder sandigem Untergrund. Versorgt wird Kirchheim unter Teck von den Stadtwerken Kirchheim unter Teck, die ihr Trinkwasser aus dem regionalen Netz des Zweckverbands Landeswasserversorgung beziehen und es mit örtlichen Mischungen aus dem Umland verbinden. Das Wasser stammt damit nicht aus einer einzigen Quelle, sondern aus gefassten Wassergewinnungsgebieten der Schwäbischen Alb und aus dem überregionalen Verbund, der große Teile des Landkreises Esslingen speist. In der Praxis kommt also Wasser aus Brunnen und Quellen, die im kalkreichen Karst der Alb gefasst werden, und wird über Leitungen in die Stadt gebracht. Die Lage zwischen Kirchheim, Jesingen, Nabern und dem Albtrauf sorgt dafür, dass die Versorgung an mehreren Stellen ansetzt und die natürliche Mineralität des Einzugsgebiets sichtbar bleibt. Die Härte ist deshalb kein Zufall, sondern das Ergebnis des lokalen Gesteins, der Talböden und der langen Wegstrecken des Wassers durch kalkhaltige Schichten. Gegenüber Nachbarorten wie Wendlingen, Dettingen unter Teck oder Weilheim unter Teck zeigt Kirchheim unter Teck ein ähnliches, aber nicht identisches Profil. Orte näher an der Alb oder mit stärkerem Karsteinfluss liegen oft ebenfalls im harten Bereich, während Gemeinden mit mehr Talfüllungen, Sand und jüngeren Ablagerungen etwas weichere Werte erreichen können. Im Vergleich zu vielen Regionen in Baden-Württemberg, etwa dem Schwarzwald mit seinen kristallinen Gesteinen oder Teilen Oberschwabens mit wechselnden Grundwasserleitern, ist Kirchheim klar kalkgeprägt. Die Alb wirkt hier wie ein Mineralfilter aus Stein, der dem Wasser unterwegs Stoffe mitgibt. Darum schmeckt und verhält sich das Trinkwasser im Landkreis Esslingen anders als in Orten auf Sand oder Granit, und genau diese geologische Handschrift spürt man in Kirchheim besonders deutlich.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Kirchheim unter Teck

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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