Wasserhärte in Neukamperfehn

PLZ 26835 · Leer, Niedersachsen

6,6 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)

Website

Praktische Tipps bei 6,6 °dH

Spülmaschine

Bei 6,6 °dH in Neukamperfehn reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Niedersachsen

Neukamperfehn liegt mit 6,6 °dH 6,4 °dH unter dem Durchschnitt (13 °dH).

Neukamperfehn
6,6
Niedersachsen
13

Vergleich mit Deutschland

Neukamperfehn liegt mit 6,6 °dH 8,1 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Neukamperfehn
6,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hesel 7,3 °dH weich
Moormerland 6,4 °dH weich
Holtland 6,7 °dH weich
Firrel 7,3 °dH weich
Schwerinsdorf 7,3 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Neukamperfehn

Der Landkreis Leer liegt in einer jungen Marsch- und Moorlandschaft am Rand der ostfriesischen Geest. Hier bestimmen Sand, Torf und eiszeitliche Ablagerungen das Bild, nicht kalkreiche Schichten wie in vielen Regionen Niedersachsens. Genau deshalb bleibt das Grundwasser in dieser Gegend meist weich. Kalk wird im Untergrund nur in kleinen Mengen gelöst, während die nährstoffarmen Sande der Geest und die feuchten Niederungen rund um die Fehnkanäle das Wasser kaum mit Härtebildnern anreichern. Auch die Nähe zu Leda, Ems und den entwässerten Moorflächen prägt die Hydrogeologie: viel Niederschlag versickert rasch, fließt durch lockere Sedimente und nimmt dabei wenig Calcium und Magnesium auf. So erklärt sich der Wert von 6,6 °dH in Neukamperfehn, einem typischen Fehnort mit sandigem Untergrund und schwach mineralisiertem Trinkwasser. Das Trinkwasser kommt vor Ort aus dem Verbund des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands, kurz OOWV. Versorgt wird Neukamperfehn über Grundwasser aus regionalen Wasserwerken des Verbands; das Wasser stammt aus geschützten Brunnenfeldern im ostfriesisch-oldenburgischen Tiefland und wird nach der Förderung aufbereitet und über das Leitungsnetz in den Ort gebracht. Anders als Orte mit Fernwasser aus Talsperren oder kalkreichen Tiefengrundwasservorkommen nutzt Neukamperfehn damit ein regional gewonnenes, vergleichsweise weiches Wasser. Die Nähe zu den Wasserwerken im Landkreis Leer und im weiteren Verbandsgebiet sorgt dafür, dass die Herkunft klar an der Landschaft hängt: Boden, Moor, Sand und flache Niederungen prägen die Zusammensetzung stärker als ein weit entferntes Speicherbecken. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten im Landkreis Leer liegt Neukamperfehn damit am weicheren Ende. In Teilen Niedersachsens, besonders dort, wo Muschelkalk, Keuper oder lössreiche Böden das Grundwasser härter machen, sind höhere Werte üblich. Auch innerhalb Ostfrieslands gibt es Unterschiede: Orte mit stärker mineralisierten Grundwasserschichten erreichen teils spürbar mehr Härte, während Fehn- und Moororte wie Neukamperfehn wegen der sandigen, kalkarmen Deckschichten niedriger bleiben. Das passt zum Charakter der Gegend zwischen Apen, Hesel und den Fehngebieten des Moormerlands. Der Ort steht damit für eine typisch nordwestdeutsche Wassersignatur: nah am Meer, aber aus dem Boden heraus erstaunlich leicht mineralisiert.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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