Wasserhärte in Niedersohren

PLZ 55487 · Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz

9,4 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) – Wasser & Abwasser

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Praktische Tipps bei 9,4 °dH

Spülmaschine

Bei 9,4 °dH in Niedersohren: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Niedersohren liegt mit 9,4 °dH 3,9 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Niedersohren
9,4
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Niedersohren liegt mit 9,4 °dH 5,3 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Niedersohren
9,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Sohren 14 °dH mittel
Dill 10,6 °dH mittel
Bärenbach 14 °dH mittel
Ober Kostenz 9,7 °dH mittel
Nieder Kostenz 11 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Niedersohren

Niedersohren sitzt auf dem Sohren, einer Hochfläche im Hunsrück, die nicht von Kalk geprägt ist, sondern vor allem von altpaläozoischen Sandsteinen, Schiefern und tonigen Verwitterungsdecken. Diese Gesteine stammen aus dem Rheinischen Schiefergebirge und wurden über sehr lange Zeit aus dem Gebirge herausgehoben, zerlegt und als lockere Böden wieder abgelagert. Dazu kommen saure, eher nährstoffarme Deckschichten, die wenig Kalzium und Magnesium freisetzen. Genau deshalb liegt die Wasserhärte mit 9,4 °dH im mittleren Bereich und nicht höher. Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch die Böden nur begrenzt Mineralien auf. Anders als in Gegenden mit Kalkstein oder stark mergeligen Schichten bleibt der Härtewert hier spürbar gedämpft. Die Nahe, die Mosel und die kleinen Bäche des Hunsrücks schneiden zwar tief in die Landschaft ein, doch Niedersohren selbst liegt auf dem Rücken zwischen den Tälern. Dort dominiert nicht das harte Karbonatgestein, sondern das verwitterte Schieferland des Hunsrücks, und genau das prägt das Trinkwasser. Versorgt wird Niedersohren über das Netz der Verbandsgemeindewerke Sohren-Büchenbeuren. Das Wasser stammt aus den örtlichen Gewinnungsanlagen und Quellfassungen der Hunsrück-Hochlagen, wo Niederschlagswasser in den klüftigen Sand- und Schieferlagen versickert und als Rohwasser wieder gefasst wird. Die Mischung aus Quellwasser und aufbereitetem Grundwasser kommt ohne lange Transportwege ins Dorf. Typisch für den Luftkurort- und Höhenrand des Hunsrücks ist damit ein Wasser, das nicht aus einer großen Talsperre des Westerwaldes oder aus einem kalkreichen Flusstal stammt, sondern aus dem nahen Einzugsgebiet der Hochfläche selbst. Dieser lokale Ursprung erklärt die stabile, mittlere Härte und den eher zurückhaltenden Mineraliengehalt. Gegenüber Orten am Mittelrhein, im Moseltal oder in Teilen des südlichen Rheinland-Pfalz fällt Niedersohren deutlich anders aus. Dort drücken Kalk, Mergel oder mächtige Lössdecken den Härtewert oft in andere Bereiche. In den Nachbarorten auf der Sohren-Hochfläche bleibt das Bild ähnlicher, weil sie dieselben Schiefer- und Sandsteinböden teilen. Der Unterschied zu den tiefer gelegenen Tälern ist trotzdem klar: Unter Niedersohren wirkt kein kalkreicher Untergrund, sondern das uralte Hunsrückgestein. Darum ist das Wasser hier nicht weich wie in manchen Quellregionen des Westhunsrücks, aber auch nicht hart wie in kalkdominierten Landstrichen. Es liegt genau in der Mitte der Landschaft, aus der es kommt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) – Wasser & Abwasser

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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