Wasserhärte in Osthofen

PLZ 67574 · Alzey-Worms, Rheinland-Pfalz

20,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH

Website

Praktische Tipps bei 20,3 °dH

Spülmaschine

Bei 20,3 °dH in Osthofen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Osthofen liegt mit 20,3 °dH 7 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Osthofen
20,3
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Osthofen liegt mit 20,3 °dH 5,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Osthofen
20,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bechtheim 20,3 °dH hart
Mettenheim 20,3 °dH hart
Westhofen 20,3 °dH hart
Alsheim 20,3 °dH hart
Dittelsheim-Heßloch 25 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Osthofen

Der Landkreis Alzey-Worms liegt am Rand des Oberrheingrabens, dort, wo junge Rheinterrassen, Lössdecken und tonige bis kalkhaltige Sedimente dicht nebeneinanderliegen. Diese Schichten sind wasserchemisch prägend: Regenwasser sickert durch Löss, Mergel und Kalkanteile, löst dabei Mineralien aus dem Boden und nimmt auf dem Weg in den Untergrund viel Calcium und Magnesium mit. Auch die Lage zwischen den feuchten Auen des Rheins und den flachwelligen Höhen des Wonnegaus wirkt mit. Der Untergrund speichert und filtert Wasser intensiv. Deshalb fällt das Trinkwasser in Osthofen mit 20,3 °dH klar in den harten Bereich aus. Die Nähe zum Rhein liefert keine weiche Flusswasserprägung, sondern vor allem Grundwasser, das schon lange durch die kiesigen und kalkhaltigen Schichten des Grabens gewandert ist. Osthofen wird vom Zweckverband Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz versorgt. Das Trinkwasser stammt aus regionalen Grundwassergewinnungen im rheinhessischen Raum, vor allem aus Tiefbrunnen in den wasserführenden Schichten des Oberrheingrabens und der angrenzenden Rheinniederung. Diese Brunnen fördern kein oberirdisch gespeichertes Wasser, sondern gefasstes Grundwasser aus den natürlichen Aquiferen der Region. Gerade das unterscheidet Osthofen von Orten, die stärker von einzelnen Quellen oder von besonders weichem Fernwasser profitieren. Hier dominiert das lokale Grundwasser, und dessen Kontakt mit kalkreichen Sedimenten macht sich im Härtebild deutlich bemerkbar. Der Versorger mischt die Fördermengen aus dem Verbandsnetz so, dass Osthofen zuverlässig aus dem rheinhessischen Grundwassersystem bedient wird. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten in Rheinland-Pfalz liegt Osthofen damit auf der harten Seite. In Teilen der Eifel, im Hunsrück oder in Quellgebieten des Pfälzerwaldes ist das Wasser oft deutlich weicher, weil dort kristalline oder sandsteinreiche Gesteine weniger Calcium und Magnesium freisetzen. Auch innerhalb von Rheinhessen schwanken die Werte stark, je nachdem, ob ein Ort näher an kiesigen Rheinschottern, kalkreichen Lössflächen oder anderen Grundwasserleitern liegt. Osthofen steht genau an dieser mineralreichen Grenze zum Rheintal. Der Ort bezieht sein Wasser aus derselben geologischen Landschaft, die auch Bodenfruchtbarkeit und Weinbau prägt. Das Ergebnis ist ein Trinkwasser, das nicht aus entfernten Talsperren kommt, sondern aus den eigenen Schichten des Oberrheingrabens. Diese regionale Herkunft erklärt den deutlichen Unterschied zu vielen weicheren Versorgungsräumen des Landes.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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